Die neue deutsche Pop-Sensation vor der ganz grossen Bewährungsprobe: Kann Album Nr. 2 am Erfolg des Debuts anknüpfen?
"Guten Tag" und "Aurelie" waren Hits, die Band in aller Munde. Neuste deutsche Welle war als Begriff geboren und bald standen weitere Bands wie Juli oder Silbermond auf der Matte, die ebenfalls deutschsprachige Rockmusik mit Fräulein am Mikrofon boten. Aber damit sind die Parallelen auch fast schon fertig. Denn: trotz Riesenerfolg kann man den Helden nicht vorwerfen, ihre Indie-Wurzeln vergessen zu haben. So covert man munter New Model Army auf Konzerten und präsentiert sich bei Fotoshootings nachwievor sehr viel "schlampiger" als der aufgetusste Rest.

Soviel Worte schon und noch nichts zum neuen Album? Das liegt daran, dass es dazu gar nicht soviel zu schreiben gibt. Im Unterschied zum frechen ersten Album geben sich die Helden musikalisch gereifter, glattgebügelter. Langweiliger? Weniger bleibt hängen als beim Debut, aber mit Songs wie "Echolot" gibt's ein paar ganz flotte Nummern. Etwas verwirrend ist der noch mädchenhaftere Gesang von Judith, der manchmal etwas arg mit den Texten und der "erwachseneren" Musik kontrastiert. Die Helden bieten noch immer gute deutschsprachige Pop-Musik mit gelegentlichen Verweisen auf die frühen Achtziger (etwa in der ersten, meines Erachtens eher missglückten Single "Gekommen um zu bleiben"), mögen mich aber anno 2005 nicht mehr allzu sehr zu begeistern.

Fazit: Die Welle ebbt langsam ein wenig ab...

6/10

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