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Teeniestars, Posterboys, Nacktfotos im Internet, Kommerzscheiss, Modelabel. Fall Out Boy rufen zahlreiche Assoziationen hervor. Mit Musik haben wenige bis gar keine davon zu tun. Wohl mögen diese Schlagworte einem nicht grundlos in den Sinn kommen, allerdings wird dabei oft vergessen, dass Fall Out Boy zwar durch und durch poppige, meinetwegen kommerzielle, jedoch keineswegs schlechte Musik machen. Eine Hitdichte wie auf „From Under The Cork Tree“ wird nicht ganz erreicht, was aber auch kaum möglich war.

Als wollten sie einem ihren Klischees gerecht werden, werden die Intro-Worte vom Opener „Thriller“ von niemand geringerem als Jay-Z himself gesprochen. Yo, FOB! Mal abgesehen davon, „Thriller“ ist einer der besten Fall Out Boy Songs überhaupt. Allzu viel Neues liefern uns die Jungs ja nicht gerade. Aber ein paar wenige Überraschungen halten sie schon bereit. Die Boygroup-Strophe der Single „This Ain’t A Scene, It’s An Arms Race” dürfte wohl, ob freiwillig oder nicht, niemandem entgangen sein. „Golden“ überrascht mit Fall Out Boy untypischer Schlichtheit, jawohl, Piano! Dann wäre dann noch der düstere Chor von „I’ve Got All The Ringing In My Ears And None On My Fingers“, der einen an sich durchschnittlichen Song doch wieder gar nicht so durchschnittlich macht.

Mit „Infinity On High“ wird Fall Out Boy wohl auch in Europa der definitive Durchbruch gelingen. Dem Hörgenuss tut der enorme Popanteil aber keinen Abbruch. Der Sommer kann kommen, die nächste The Mars Volta Platte auch.

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