motor

Eklektisch.
Nach Ausflügen in die Welt des hippiesken Pop und des Country machen Motorpsycho endlich wieder das, was sie nach Ansicht vieler Fans am Besten können: Rocken. Und zwar quer durch die Jahrzehnte, von The Who über Zed Zeppelin bis zu Dinosaur Jr, Sonic Youth oder Fireside.

Auf "Black Hole/Blank Canvas" fahren die Norweger ungefähr dort weiter, wo sie mit "Trust Us" aufgehört hatten. Und weil sich in den letzten Jahren offenbar viel Material angesammelt hat (oder weil die Studiosession derart fruchtbar war), knallen uns Hans Magnus Ryan und Bent Saether - nach dem Ausstieg von Drummer Håkon Gebhardt haben sie das Werk zu zweit eingespielt - gleich ein Doppelalbum vor die Füsse. Man kann sich fragen, ob ein Album mit den besten Songs nicht besser gewesen wäre, aber allzu sehr drängt sich diese Frage eigentlich nicht auf, da es keinen Ausfall und nur ein paar wenige Durchhänger zu verzeichnen gibt. Die sind zudem mehr als verzeihlich, angesichts von Songs wie dem furiosen Einstieg "No Evil", dem epischen "Kill Devil Hills", welcher mit einer Sonic Youth-Reminiszenz beginnt (hört euch "Teen Age Riot" an und ihr wisst was ich meine), in ein Metallica-Riff mündet und schliesslich psychedelisch ausklingt oder dem grandiosen Schlusstrack "With Trixeene Through The Mirror, I Dream With Open Eyes". Sowas nennt man dann wohl ein gelungenes Comeback.

9/10

Ähnliche Interpreten:
Sonic Youth
Dinosaur Jr
Led Zeppelin

www.motorpsycho.fix.no