01. März 2006
MOGWAI – Mr. Beast (Pias/Musikvertrieb)
Die Schotten sind einfach Genies. Aereogramme und Biffy Clyro gehören zum Kreativsten und Besten, was die alternative Musikszene momentan zu bieten hat. Mindestens so einzigartig, aber in einer ganz anderen Sparte, sind Mogwai. Sie haben den modernen Postrock wie keine andere Band geprägt. Für neu formierte Bands gehört es inzwischen fast schon zum guten Ton, die fünf Schotten als Einfluss zu nennen. Weshalb? Mogwai sind einzigartig darin, mit Gitarren, beinahe ohne Keyboard, wunderschöne Klanglandschaften zu erzeugen. Wo andere Postrock-Truppen versuchen, möglichst verschroben und rhythmisch kompliziert zu sein, sind Mogwai jederzeit vergleichsweise eingängig und, auf ihre ganz eigene Art und Weise, poppig. Bei ihrem fünften Album „Mr. Beast“ sind es vor allem zwei Sachen, die sich offensichtlich verändert haben. Erstens brauchen die Songs nicht mehr 10 – 15 Minuten, sondern nur noch durchschnittlich fünf, zweitens gibt es wieder laute Momente.
In ihrer Anfangsphase zeichneten sich Mogwai vor allem darin aus, auf minutenlange, drone-artige Gitarrenklänge extreme Noise-Ausbrüche folgen zu lassen. Später verschwanden diese Ausbrüche dann aber von Album zu Album immer mehr, „Happy Songs For Happy People“ war dann schliesslich die völlige Abkehrung vom Noiserock. Das war zwar sehr schön, mit der Zeit aber auch ein bisschen langweilig. Das sahen die Glasgower offensichtlich auch so. „Glasgow Mega-Snake“ ist der vielleicht lauteste Mogwai-Song überhaupt. Und auch hier ist symptomatisch für das gesamte Album, dass gleich von Anfang an gerockt wird, nicht erst nach sechs Minuten Aufbau. Auf den lautesten folgt dann einer der bisher schönsten Songs. Wenn es eine Band schafft, Schönheit durch Musik auszudrücken, dann Mogwai. Hört „Acid Food“, und Ihr versteht. Die erste Single „Friend Of The Night“ steht dem in nichts nach, noch nie war Postrock so schön-melodisch. Bei „I Chose Heroes“ steuert der Frontmann der japanischen Hardcoreband Envy die Lyrics bei, was den schwebenden Gitarren irgendwie noch zusätzliche Mystik verleiht.
Die neue Schlichtheit steht Mogwai definitiv gut zu Gesicht. Zehn Songs in gut 40 Minuten, davon keine einzige zuwenig oder zuviel. Hier passt einfach alles zusammen. Amen. Kaufen! Jetzt! Los!
9/10
Ähnliche Interpreten:
Slint
Explosions In The Sky
Mono
www.mogwai.co.uk
In ihrer Anfangsphase zeichneten sich Mogwai vor allem darin aus, auf minutenlange, drone-artige Gitarrenklänge extreme Noise-Ausbrüche folgen zu lassen. Später verschwanden diese Ausbrüche dann aber von Album zu Album immer mehr, „Happy Songs For Happy People“ war dann schliesslich die völlige Abkehrung vom Noiserock. Das war zwar sehr schön, mit der Zeit aber auch ein bisschen langweilig. Das sahen die Glasgower offensichtlich auch so. „Glasgow Mega-Snake“ ist der vielleicht lauteste Mogwai-Song überhaupt. Und auch hier ist symptomatisch für das gesamte Album, dass gleich von Anfang an gerockt wird, nicht erst nach sechs Minuten Aufbau. Auf den lautesten folgt dann einer der bisher schönsten Songs. Wenn es eine Band schafft, Schönheit durch Musik auszudrücken, dann Mogwai. Hört „Acid Food“, und Ihr versteht. Die erste Single „Friend Of The Night“ steht dem in nichts nach, noch nie war Postrock so schön-melodisch. Bei „I Chose Heroes“ steuert der Frontmann der japanischen Hardcoreband Envy die Lyrics bei, was den schwebenden Gitarren irgendwie noch zusätzliche Mystik verleiht.
Die neue Schlichtheit steht Mogwai definitiv gut zu Gesicht. Zehn Songs in gut 40 Minuten, davon keine einzige zuwenig oder zuviel. Hier passt einfach alles zusammen. Amen. Kaufen! Jetzt! Los!
9/10
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www.mogwai.co.uk




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Wer auf Klangteppiche und Atmosphärische Klänge steht, für den ist dieses Meisterstück unverzichtbar.