Hohoho. Welch kreatives, lustiges Booklet! Die Jungs von Simple Plan als Bonzen-Snobs und alte Knacker verkleidet. Ich lach mich schief. Was haben wir da wohl für Mucke zu erwarten? Genau! Poppunk. POP gross geschrieben. Und das leider nicht im positiven Sinn...
Es fängt ja gar nicht mal sooo übel an. Die erste Singelauskopplung „Shut up“ geht direkt in’s Ohr. Einfach die Lyrics überhören und mitsingen. Und schon ist sie wieder raus. Diese Tatsache steht leider symptomatisch für das gesamte Album. Gefällige Melodien sind hier zuhauf vorhanden, mal im Möchtegern-Poserrock-Gewand, mal als schwülstige Ballade, wie im unsäglichen Piano Abschluss „Untitled“. Sogar bei den Songtiteln sind die Ideen ausgegangen. Und dann kommt tatsächlich noch ein Bon Jovi-Solo. Meine Fresse, ist das schlecht. Die Welt ist ja so ungerecht. Jaja, das wissen wir ja alle. Darüber müssen wir uns wirklich nicht noch eine Nummer wie „Me against the world“ anhören, genauso wenig wie das pseudo-sozialkritische „Crazy“. Hab ich eigentlich schon erwähnt, wie grottenschlecht die Texte sind? „Don’t wanna think about my sorrow, I just wanna jump“. Ich sehe sie schon mithüpfen, die Nietengürtelteeniepunks.

Als ob das alles nicht schon genug wäre, klauen sie auch noch gnadenlos und offensichtlich bei ihren Vorbildern, wie z. B. den alten Blink 182. Da sind ja Good Charlotte musikalische Virtuosen dagegen. Wie singt der Sänger doch?! I’m a nightmare, a disaster...“. Hat die neue Simple Plan Scheibe eben Sprechen gelernt??

3/10

Ähnliche Interpreten:
Busted
Lit
Blink 182

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