01. November 2005
RANDY - Randy The Band (Burning Heart/Phonag)
Ramones meets Sweet? Randy haben jedenfalls noch nie so sehr nach 70s-Glam-Rock getönt wie auf dem neuen, schlicht "Randy The Band" betitelten Album. Das beginnt beim Space-Glam-Gitarren-Solo im Opener "Punk Rock High", setzt sich fort bei den Gesangsarrangements in "Bahnhof Zoo" und endet beim Hochglanz-Cover-Artwork, welches leider im Booklet zu wenig konsequent fortgeführt wird. Damit setzen sie die bandeigene Tradition fort, mit jeden neuen Album eine weitere Facette des Rock 'n' Rolls zu erschliessen. Textlich bleiben sie sich hingegen treu, ja sie treten fast ein wenig auf der Stelle. In "I Raise My Fist" etwa heisst es: "I'm still vegetarian, anti-American, I'm still socialist, I raise my fist". Na ja...
Bei "Red Banner Rockers" und "Going Out With The Dead" macht Bassist Johan Gustafsson mal wieder deutlich, dass er eigentlich der bessere Sänger ist als Gitarrist Stefan Granberg, der wie üblich den Grossteil der 15 Songs singt. In Johan's Stimme steckt so viel Rock 'n' Roll und Soul, dass es schade ist, dass man sie nicht öfter zu hören bekommt. Andererseits: Ein Randy-Album ohne Stefan's Genöle wäre kein Randy-Album...
Ja aber wie gefällt es mir denn nun, das neue Album dieser Band, die ich in der Vergangenheit (so ca. zwischen 1998 und 2001) immer mal wieder als meine "Lieblingsband" bezeichnet habe? Nicht schlecht, muss ich sagen. Der neu gefundene Gefallen am Glamour steht ihnen ganz gut, und nachdem sie mit "The Human Atom Bands" das ultimative Garagen-Rock-Album aufgenommen haben, tun sie gut daran, nun wieder neue Wege einzuschlagen. Wenn daraus auch noch kleine Hits wie die bereits erwähnten "Punk Rock High" oder "Red Banner Rockers" resultieren, dann gibt's eigentlich wenig zu nörgeln. Leider finden sich auch ein paar Ärgernisse auf "Randy The Album": "Evil" ist ein eher dürftiger Versuch, einen Song zwischen Turbonegro und den Misfits zu platzieren und "The Pretender" nervt mit viel zu monotoner Strophe. Zuletzt geht dem Album dann nach dem rasanten "Teenage Tiger" (was für ein Text: "Wop bop bop babeloba bam boom, got a teenage tiger in my livingroom") auch noch die Luft aus und die letzten vier Songs plätschern eher uninspiriert vor sich hin. Klarer Fall von "sie werden wohl nie mehr so gut wie früher", aber hey, ich mag sie dennoch irgendwie.
7/10
Ähnliche Interpreten:
Ramones
Thin Lizzy
Cheap Trick
www.randytheband.com
Bei "Red Banner Rockers" und "Going Out With The Dead" macht Bassist Johan Gustafsson mal wieder deutlich, dass er eigentlich der bessere Sänger ist als Gitarrist Stefan Granberg, der wie üblich den Grossteil der 15 Songs singt. In Johan's Stimme steckt so viel Rock 'n' Roll und Soul, dass es schade ist, dass man sie nicht öfter zu hören bekommt. Andererseits: Ein Randy-Album ohne Stefan's Genöle wäre kein Randy-Album...
Ja aber wie gefällt es mir denn nun, das neue Album dieser Band, die ich in der Vergangenheit (so ca. zwischen 1998 und 2001) immer mal wieder als meine "Lieblingsband" bezeichnet habe? Nicht schlecht, muss ich sagen. Der neu gefundene Gefallen am Glamour steht ihnen ganz gut, und nachdem sie mit "The Human Atom Bands" das ultimative Garagen-Rock-Album aufgenommen haben, tun sie gut daran, nun wieder neue Wege einzuschlagen. Wenn daraus auch noch kleine Hits wie die bereits erwähnten "Punk Rock High" oder "Red Banner Rockers" resultieren, dann gibt's eigentlich wenig zu nörgeln. Leider finden sich auch ein paar Ärgernisse auf "Randy The Album": "Evil" ist ein eher dürftiger Versuch, einen Song zwischen Turbonegro und den Misfits zu platzieren und "The Pretender" nervt mit viel zu monotoner Strophe. Zuletzt geht dem Album dann nach dem rasanten "Teenage Tiger" (was für ein Text: "Wop bop bop babeloba bam boom, got a teenage tiger in my livingroom") auch noch die Luft aus und die letzten vier Songs plätschern eher uninspiriert vor sich hin. Klarer Fall von "sie werden wohl nie mehr so gut wie früher", aber hey, ich mag sie dennoch irgendwie.
7/10
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