01. April 2005
Sie werden als die bestaussehendsten Musiker Luzerns bezeichnet. Als Bestätigung dafür räumten sie im Jahr 04 den Styling-Award beim Kick Ass Song Award ab. Nun gibt’s also nicht nur was Hübsches anzuschauen, sondern auch was Neues auf die Ohren.
Rein musiktechnisch hat sich seit ihrer letzten EP „Backseat Travelling“ nicht viel verändert. Sie klingen halt immer noch sehr nach Lausanne. Stimmtechnisch könnte Martae Fischer glatt der Zwillingsbruder von Greg Wicky (Pendleton, Ex Chewy) sein. Die Rhytmusfraktion und die Gitarrenarbeit erinnert des öfteren an Favez, dazu kommen häufig vertrackte Postrock Strukturen. Es werden aber auch ruhigere Töne angeschlagen, wie z.B. beim Opener „All my friends“ oder beim Semi-Instrumental „No other place“. Als erste Single wurde „Kings On The Run“ ausgewält, das eingängigste Stück der Platte. Was die Jungs wirklich draufhaben, zeigen sie bei „Don Quixote“. Schwere Gitarrenriffs treffen auf harmonisch gezupfte Gitarren und die für den Neviss-Sound typische, zerbrechlich-melancholische Stimme.
„Neige et soleil“ muss sich vor den renommierten Indierock Bands überhaupt nicht verstecken. Mit ein wenig Glück werden Neviss in ein paar Jahren vielleicht auch etwas mehr nationale, oder sogar internationale Aufmerksamkeit bekommen. Verdient hätten sie es auf jeden Fall. Und eben, gut sehen sie ja aus...
7/10
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