Funeral For A Friend lassen die HC-Kehle und die Metall-Gitarren beiseite und enttäuschen die Fans der ersten Platte.
Vor etwa zwei Jahren waren Funeral For A Friend die Fahnenträger des modernen Emocore, gepaart mit Doublebass-Geballer und Metaleinlagen. Und das völlig zurecht. Fernab von irgendwelchem Rumgeheule oder Metalposen schafften sie es, einem komplett ausgereizten Genre wieder neue Impulse zu verleihen.

Nun steht der Zweitling in den Läden. Geschrien wird fast nicht mehr. Gedoublebassed auch nicht mehr so oft. Die Metal Vergangenheit scheint nur noch bei „The End Of Nothing“ durch. Da zielt jemand gewaltig auf das Mainstream-Publikum. Eigentlich schade. Jedoch nicht immer. Eingängige Stücke wie die Singleauskopplung „Streetcar“ oder „All The Rage“ schlagen all die 08/15 Songs dieser Art immer noch klar. Von FFAF durfte man einfach mehr erwarten. Die Radio- und Fernsehstationen wird’s freuen, die Fans der härteren Gangart weniger.

Dieses Album wird mit Sicherheit viele neue Fans finden. Ob allerdings die alten damit gehalten werden können, scheint fragwürdig. Es wird doch ein wenig zu offensichtlich auf massentauglichen Emo geschielt. Hoffen wir, dass das schief geht. Dann können sie beim nächsten Mal wieder die Sau rauslassen

5/10

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