20. Juni 2005
AT THE DRIVE-IN – ... Anthology: This Station Is Non-Operational (Fearless / TBA)
Jede Musikrichtung hat ihre Pioniere. Neben Nirvana ist At The Drive-In die wohl meistgenannte Band, wenn es um Vorbilder junger Rockacts geht. Als der Grunge und Hardcore tot waren, machten sich vier junge Texaner auf, die Musikwelt zu revolutionieren. Naja, das ist vielleicht ein wenig übertrieben. Auf jeden Fall haben ATD-I die Wörter „Post-Hardcore“ oder „Emocore“ geprägt wie kaum eine andere Band. Rund vier Jahre nach deren Auflösung werden wir nun mit einer Auswahl von Höhepunkten dieser Ausnahme-Truppe beglückt.
Die erste Platte „Acrobatic Tenement“ wird komischerweise übersprungen. Begonnen wird erst mit Songs von drei inzwischen nicht mehr erhältlichen EP’s aus den Jahren 1996 und 97. Das Talent war damals schon erkennbar, wenngleich es einem nicht so überfährt wie bei den nachfolgenden Songs von „In / Casino / Out“, der EP „Vaya“ und natürlich ihrem Durchbruchswerk „Relationship Of Command“. Ein derartig innovatives Gitarrenspiel hatte man dazumal wohl zuletzt bei Led Zeppelin gehört. Der dramatische, emotionale Gesang hebt diese Songs endgültig in eine andere Dimension. Schon damals war die kaum vorstellbare Kreativität und Spielfreudigkeit von Cedric Bixler sowie Omar A. Rodriguez Lopez, welche mit dem Nachfolgeprojekt „The Mars Volta“ zuweilen in unerträgliche Kunst-Jazz-Jams ausarten, erkennbar.
An der Songauswahl gibt es nicht viel auszusetzen. „Relationship Of Command“ (mit dem Überhit „One Armed Scissor“) darf so oder so in keiner Plattensammlung fehlen. Daher kann man auch darüber hinwegsehen, dass dieses Album nur spärlich vertreten ist. Etwas überflüssig sind allerdings die Elektrospielereien am Schluss der Platte, bei denen mit diversen DJs experimentiert wurde. Trotzdem: Wer noch nie etwas von At The Drive-In gehört hat: Dies ist der ideale Einstieg, diese Ausnahmeband kennenzulernen.
8/10
Ähnliche Interpreten:
The Mars Volta
Sparta
Refused
Die erste Platte „Acrobatic Tenement“ wird komischerweise übersprungen. Begonnen wird erst mit Songs von drei inzwischen nicht mehr erhältlichen EP’s aus den Jahren 1996 und 97. Das Talent war damals schon erkennbar, wenngleich es einem nicht so überfährt wie bei den nachfolgenden Songs von „In / Casino / Out“, der EP „Vaya“ und natürlich ihrem Durchbruchswerk „Relationship Of Command“. Ein derartig innovatives Gitarrenspiel hatte man dazumal wohl zuletzt bei Led Zeppelin gehört. Der dramatische, emotionale Gesang hebt diese Songs endgültig in eine andere Dimension. Schon damals war die kaum vorstellbare Kreativität und Spielfreudigkeit von Cedric Bixler sowie Omar A. Rodriguez Lopez, welche mit dem Nachfolgeprojekt „The Mars Volta“ zuweilen in unerträgliche Kunst-Jazz-Jams ausarten, erkennbar.
An der Songauswahl gibt es nicht viel auszusetzen. „Relationship Of Command“ (mit dem Überhit „One Armed Scissor“) darf so oder so in keiner Plattensammlung fehlen. Daher kann man auch darüber hinwegsehen, dass dieses Album nur spärlich vertreten ist. Etwas überflüssig sind allerdings die Elektrospielereien am Schluss der Platte, bei denen mit diversen DJs experimentiert wurde. Trotzdem: Wer noch nie etwas von At The Drive-In gehört hat: Dies ist der ideale Einstieg, diese Ausnahmeband kennenzulernen.
8/10
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