14. Juli 2006
THE JAM - All Mod Cons (Polydor/Universal)
Ob Libertines, Maximo Park, Kaiser Chiefs, The Futureheads: Wenn es um den Sound der "neuen" britischen Bands geht, dauert es jeweils nicht lange, bis der Name The Jam fällt. Nebst The Clash und The Undertones gehört das Trio um Paul Weller (Gesang, Gitarre) zu den einfluss- und erfolgreichsten Bands der Siebzigerjahre. Geprägt von Punk und vor allem von Mod (The Who, The Kinks) veröffentlichten The Jam 1977 ihr Debut "In The City", noch im selben Jahr folgte "This Is The Modern World". Das dritte und bahnbrechende Album "All Mod Cons", welches im Jahr 1978 das Licht der Welt erblickte, ist nun als Deluxe Edition wieder veröffentlicht worden. Zu den 12 Tracks des Originalalbums gesellen sich 14 Bonus-Tracks plus eine DVD, die die Entstehungsgeschichte des Albums erzählt.
Auf "All Mod Cons" treten The Jam im Vergleich zu den ersten beiden Alben etwas auf die Bremse, lassen den Arrangements mehr Luft, räumen dem Gesang mehr Platz ein und - für die Zeit sehr ungewöhnlich - packen sogar eine Ballade aufs Album ("English Rose"). Der Opener "All Mod Cons" ist zwar noch ein kurzer, spritziger Punk-Song, mit "To Be Someone", "Mr. Clean" oder auch "In The Crowd" schlagen The Jam aber differenziertere Töne an, ohne auf ihre Trademarks (prägnante Basslinien, schneidende Gitarren, treibende Drums) zu verzichten. A propos prägnante Basslinien: "Down In The Tube Station At Midnight" verfügt wohl über DIE ultimative Basslinie und ist DER Hit des Albums. Erste Single des Albums war übrigens das Kinks-Cover "David Watts". Bezeichnend, denn Ray Davies' Songwriting war Paul Wellers wichtigster Einfluss beim Schreiben der Songs für "All Mod Cons". Zuvor litt Weller unter einer Schreibblockade, mehrere Songs wurden verworfen und einen kurzen Moment lang war unklar, ob es überhaupt ein drittes Jam-Album geben werde. Weller und seine zwei Mitstreiter Bruce Foxton (Bass, Gesang) und Rick Buckler (Drums) kriegten glücklicherweise die Kurve und veröffentlichten mit "All Mod Cons" das Album, das sie endgültig zu Stars machte...
Am Bonusmaterial gibt's nichts zu mäkeln. Die Liner-Notes sind sehr ausführlich ausgefallen, unter den Bonus-Tracks finden sich nebst (verzichtbaren aber nicht schlechten) Demo-Versionen der Album-Tracks auch B-Seiten sowie die von Foxton geschriebene Single "News Of The World" (die zwischen "...Modern World" und "All Mod Cons" veröffentlicht worden war und der Band wieder auf die Sprünge half) und der Film "Making Of All Mod Cons" ist sehr informativ, wenn auch etwas kurz geraten.
Fazit: Unverzichtbar.
http://en.wikipedia.org/wiki/The_Jam
Auf "All Mod Cons" treten The Jam im Vergleich zu den ersten beiden Alben etwas auf die Bremse, lassen den Arrangements mehr Luft, räumen dem Gesang mehr Platz ein und - für die Zeit sehr ungewöhnlich - packen sogar eine Ballade aufs Album ("English Rose"). Der Opener "All Mod Cons" ist zwar noch ein kurzer, spritziger Punk-Song, mit "To Be Someone", "Mr. Clean" oder auch "In The Crowd" schlagen The Jam aber differenziertere Töne an, ohne auf ihre Trademarks (prägnante Basslinien, schneidende Gitarren, treibende Drums) zu verzichten. A propos prägnante Basslinien: "Down In The Tube Station At Midnight" verfügt wohl über DIE ultimative Basslinie und ist DER Hit des Albums. Erste Single des Albums war übrigens das Kinks-Cover "David Watts". Bezeichnend, denn Ray Davies' Songwriting war Paul Wellers wichtigster Einfluss beim Schreiben der Songs für "All Mod Cons". Zuvor litt Weller unter einer Schreibblockade, mehrere Songs wurden verworfen und einen kurzen Moment lang war unklar, ob es überhaupt ein drittes Jam-Album geben werde. Weller und seine zwei Mitstreiter Bruce Foxton (Bass, Gesang) und Rick Buckler (Drums) kriegten glücklicherweise die Kurve und veröffentlichten mit "All Mod Cons" das Album, das sie endgültig zu Stars machte...
Am Bonusmaterial gibt's nichts zu mäkeln. Die Liner-Notes sind sehr ausführlich ausgefallen, unter den Bonus-Tracks finden sich nebst (verzichtbaren aber nicht schlechten) Demo-Versionen der Album-Tracks auch B-Seiten sowie die von Foxton geschriebene Single "News Of The World" (die zwischen "...Modern World" und "All Mod Cons" veröffentlicht worden war und der Band wieder auf die Sprünge half) und der Film "Making Of All Mod Cons" ist sehr informativ, wenn auch etwas kurz geraten.
Fazit: Unverzichtbar.
http://en.wikipedia.org/wiki/The_Jam




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