sebadoh

Lo-Fidelity.
Was macht man, wenn man bei Dinosaur Jr. rausgeschmissen wird? Lou Barlow z.B. hat daraufhin Sebadoh gegründet und mit seinen Kollegen Eric Gaffney und Jason Loewenstein ein Genre geprägt, das ungeübte Ohren als Geschrammel, Kenner aber liebevoll als Lo-Fi bezeichnen. Das dritte und nach Meinung vieler Sebadoh-Liebhaber beste und schlicht "III" betitelte Album ist nun als schicker Rerelease (im Digipak und mit 18 Bonustracks) auf Domino erschienen. Im selben Jahr wie Nirvana's "Nevermind" veröffentlicht, mit ungleich kleinerem Erfolg gesegnet zwar, aber innerhalb der alternativen Musikszene ähnlich wichtig, war und ist "III" eine Sammlung von 23 verschrobenen Tracks, die sich bei Folk, Rock und Psychedelik bedienen, mal in puren Lärm ausufern, dann wiederum introvertierte Schrammelskizzen bleiben oder sich als ungeschliffene (Indie-)Pop-Diamanten entpuppen.

Die Bonus-CD versammelt 18 Songs, die denjenigen des Albums in nichts nachstehen. Zuletzt gibt's noch eine Zusammenstellung der Ansagen, die Lou eine Zeit lang auf Konzerten ab Kassette laufen liess. Eine seltsame Band, diese Sebadoh, aber eine äusserst liebenswert seltsame und zudem eine entdeckenswerte für Freunde von Yo La Tengo, Guided By Voices oder Pavement.

www.sebadoh.com
www.myspace.com/sehbahdough