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Nach Country- und Blues-Ausflügen wieder mal eine Rock-Platte des Meisters!
"Momofuku" nennt sich das neue Album von Elvis Costello und seiner Begleitband The Imposters, das mehr oder weniger klammheimlich erschienen ist. Ursprünglich als Vinyl-Only-Release (incl. Download-Code) angekündigt, erschien das Werk nun doch auch auf CD, allerdings in relativ schmuckloser Digipak-Ausführung ohne Booklet. Die Botschaft ist also klar: Kauft euch das Ding auf Vinyl!

Musikalisch knüpft "Momofuku" (der Titel sei eine Hommage an den Erfinder der Instant-Nudeln, so Costello auf seine Homepage) am ehesten an das rauhe 1986er Werk "Blood And Chocolate" an, was sich auch in der relativ kurzen Entstehungszeit (die Platte wurde in nur einer Woche eingespielt) widerspiegelt. Gesanglich wird Costello bei den meisten Songs von Jenny Lewis (Rilo Kiley) unterstützt, angesichts seiner Stimmgewalt fällt dies aber meist kaum auf.

Wer sich einen Höreindruck verschaffen möchte, klicke auf www.myspace.com/elviscostello.

Mein Fazit: Nach dem eher behäbigen "The Delivery Man" und der "Alte-Herren-Musik" auf dem Album "River In Reverse" mit Allan Toussaint legen Costello & seine Imposters mit "Momofuku" ein lupenreines Pop/Rock-Album vor, das nichts Neues oder Unerwartetes zu bieten hat, aber schlicht und einfach ein gelungenes Album eines gealterten "angry young man" darstellt. Wer "Blood And Chocolate" und das 2002er Werk "When I Was Cruel" mochte, kann bedenkenlos zugreifen.