Ein absolut subjektiver Streifzug durchs Angebot an kostenpflichtigen Musikdownloads. Mit Fountains Of Wayne, Biohazard, Weezer und Heintje.
Zu meiner Schande, bzw. zu meiner Huldigung, muss ich gestehen, bisher noch nie MP3 vom Internet gezogen zu haben. Zumindest nicht so, dass man es zugeben sollte. Als absoluter Frischling mache ich mich also ans Werk und teste, ob auch B-Seiten, alte Songs und Hits fernab des Hitparadenmusikgeschmacks zu finden sind.

iTunes Music Store:

Keine Ahnung wie das Ding aussehen sollte. Wie gesagt, iTunes habe ich nur im vorbeigehen schon gesehen. Also ein flotter Click auf „cruise the store“, um zu sehen, ob meine Lieblingslieder bei Apfel vorhanden sind. Blablablabla. Sieht so aus, als müsste ich das Teil um jeden Preis runterladen, sonst läuft nichts. Ein andermal vielleicht.

MyCokeMusic Shop:

Wow. Die Coca Colas scheinen einem Musik auch ohne Programmdownload ausgeben zu wollen. Für alle, die keine Ahnung haben wie das funktioniert, findet man eine ausführliche Einführung in die Welt der virtuellen Musik.
Leider scheint sich MyCokeMusic unter anderem über Microsoft zu finanzieren, jedenfalls ist mein Firefox unerwünscht. Internet Explorer ahoi, zweiter Versuch. Na gut, vielleicht ist mein Internet Explorer nicht mehr gerade der neueste (IE 5.0), aber seid wann können Anbieter es sich leisten solch hohe Anforderungen an den Kunden zu stellen? Wer will hier eigentlich wem etwas verkaufen? Dann bleib ich eben bei eurem Getränk und lass euch das mit dem Musikangebot noch mal überdenken.

Sony Connect:

Sony Connect. Schon leicht entnervt mache ich mich an den dritten Musikverteiler. Die sollten es wenigstens drauf haben, denn Musik ist seit jeher ihr Metier.
Ich krieg die Krise! Auch Sony will bestimmen, welchen Browser ich zu benutzen habe. Internet Explorer, wenigstens nur Version 5.5. Allerdings bin ich mit meiner 5.0 Version auch haarscharf vorbeigeschrammt. Und da knapp daneben bekanntlich auch vorbei ist. Schönen Tag noch!

Ex Libris:

Hallo Migros. Einfach und günstig. Kannst du mir geben, was die anderen nicht geschafft haben? Ohne viel Hoffnung gebe ich die URL ein und bete.
Auf der ersten Seite schon Preisinformationen und mit einem Click zur Schnellsuche, das Lob ich mir. Kommen meine vier wohlüberlegt ausgesuchten Songs doch noch ins Spiel.

Number one, „Barbara H.“ von Fountains Of Wayne. Unter dem Songtitel kommt zwar erst mal das ganze zerpflückte Album von “Carmina Burana”, unter Fountains Of Wayne, gelange ich dann doch sehr schnell zum Song “Barbara H.”. Es stellt sich nur die Frage, was passiert, wenn man einen Song einer Band mit mehr als 10 Alben sucht? Trotzdem, Treffer!

Frohen Mutes, gestärkt durch mein kleines Erfolgserlebnis, gebe ich „What Makes Us Tick“ von Biohazard in den Sucher ein. Treffer, versenkt. Auf Anhieb krieg ich den gewünschten Titel vorgeführt.

Na gut, so schwierig war das nun auch wieder nicht. Versuchen wir es mal mit einer B-Seite, nämlich „Mykel And Carli“ von Weezer. Nichts! Da hilft selbst die Profisuche nicht weiter.
In Anbetracht dessen, dass die anderen drei Downloadportale nicht mal ansatzweise meinen Erwartungen entsprochen haben, ist das schon eine Reife Leistung.

Dann versuchen wir es doch noch mit dem letzten Titel „Mama“ von Heintje. Schliesslich will auch Tante Frieda ihre MP3 saugen. Unter „Mama“ findet man wie erwartet haufenweise Soul und andere Schlager. Unter „Heintje“ kommt dann, dank Best Of Album, das gewünschte Resultat.

Mein Fazit:

Kaufet CD’s und Vinyl, denn das bringt den Künstlern viel.
Willst du dich mit Downloads quälen, solltest du Ex Libris wählen.