Explosiv.
Im letzten Jahr haben Mogwai ihren Thron im Lande der Instrumental-Musik eindrücklich gefestigt. Nun wackelt er aber gewaltig, denn Explosions In The Sky beglücken uns mit ihrem neuen Album. Mit ihrem 2003-er Werk „The Eath Is Not A Death Cold Place“ haben sie uns einen ganz schönen Brocken geliefert. Ist das noch zu toppen? Es ist. Zweifel werden bereits mit den majestätischen ersten Klängen beseitigt. „The Birth And Death Of The Day“ heisst der Song, und treffender könnte er gar nicht betitelt sein. So vielsagend, so melodiös kann Musik ohne jeglichen Gesang sein.

Wie so oft bei ähnlich ausgerichteten Bands, glänzt hier das Album als Ganzes. Vom bombastischen Opener war bereits die Rede. Das 13-minütige „It’s Natural To Be Afraid“ steht einem Mono-Drama in nichts nach. Eine einzige vertonte Achterbahnfahrt, mit einsetzender Killer-Gitarrenmelodie nach zehn Minuten. Allerdings funktioniert jedes einzelne Stück, von Songs kann zum Teil gar nicht die Rede sein, am besten, wenn alle sechs ohne Pause durchgehört werden.

Im Gegensatz zu vielen anderen Postrock Bands, gehen Explosions In The Sky immer eine Spur positiver, weniger betrübt und um einiges melodiöser zu Werke. Das neuerdings eingesetzte Piano verleiht dem Album im Vergleich zum Vorgänger noch einen Tick mehr Vielschichtigkeit. Und etwas muss auch mal gesagt sein. Der Name mag dramatisch, übertrieben oder wie ein schlechter Katastrophenfilm rüberkommen. Er passt aber wie die Faust aufs Auge zur Musik.

8/10

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