Basel hat eine musikalische Fülle wie kaum eine andere Stadt in der Schweiz, weit über 300 Bands tummeln sich in der Region Basel. Darunter Bands, die sich national einen Namen gemacht haben (Toxic Guineapigs, Slimboy) und einige, die es sogar über die Landesgrenzen hinaus geschafft haben (Lovebugs, Famara).
Neben den Basler Pop-Acts, wie den bereits genannten Lovebugs, oder den früheren Supernova, die durch radiotauglichkeit einen Schritt nach vorne gemacht haben, fallen einem in Basel vor allem zwei Stilbereiche ins Ohr.
Da gibt es zum einen ein ganzes Nest von Bands, die man im weitesten Sinne unter Punk zusammenfassen kann (Scatterbrains, Toxic Guineapigs, Schwimmbad, Speck, Navel, Zamarro) und zum anderen einen ganzen Haufen schweizbekannter Hip Hopper (Black Tiger, Brandhärd, MC Rony).

Aber kommen wir zurück zur Pop- und Rockszene. Eben diese Szene, die ich schon seit jeher beobachte, hat bewiesen, dass sich Qualität durchsetzt und sich Durchhaltevermögen auszahlt. Nehmen wir das Beispiel der vielleicht bereits vergessenen Supernova. Ihr erinnert euch? Je eine Tube Gel in den Haaren, in knallroten Klamotten und Lipgloss im Gesicht, sahen sie aus wie zuckersüsse Erdbeeren. Und so klang auch ihre Musik. Immer im Schatten der Basler „Liebeschäferli“, verschwanden Supernova 2003 endgültig in der Versenkung, und Frontmann Philippe Laffer verkaufte seine Songs an eine deutsche Werbeagentur.
Wer aber aufgepasst hat, weiss, dass aus Supernova einige „Grössen“ hervorgegangen sind. Da ist zum einen Joel Bader, der jetzt als Slimboy durch die Lande zieht, Florian Senn, der nun bei Lovebugs den Bass zupft, und eben Philippe Laffer, der sich als Produzent einen Namen macht und gerade eben mit Leuten von Tresor D’or und Shruti Tribe die Band Zhivago gegründet hat.

Ein ähnliches Phänomen gab, bzw. gibt es auch bei Toxic Guineapigs. Pascal Perrot, den ich anno dazumal noch als Bassist der giftigen Meerschweinchen im Luzerner Wärchhof bewundern durfte, trollte sich davon, gründete seine eigene Basler-Pop-Band Stereotype und modellierte diese schliesslich zur Deutschrock-Combo Welken.

Fazit: Basel hat nicht nur einen Haufen Musiker zu bieten, sondern einen ganzen Haufen Musiker, die mit Leib und Seele Musik machen und auch immer machen werden.

Weitere interessante Basler Bands: Kalles Kaviar, Godlike, Phébus, Whysome, Scrucialists