melvins ubu dinosaur

Melvins, Pere Ubu, Dinosaur Jr.
Liebe jungen Leute da draussen: Bitte vergesst für einen Moment mal all die Arctic Monkeys und Maximo Parks, vergesst die Fratellis (die vor allem und am besten gleich für immer!) und vergesst auch My Chemical Romance. Vergesst all diese Bands, deren Mitglieder aussehen wie Models irgendwelcher Bekleidungshersteller. Es gab auch vor diesen Bands schon Musik, grossartige Musik sogar und auch wenn die Menschen die diese Musik spielen heute so alt sind wie eure Eltern, würde es sich lohnen, mal ein Konzert von ihnen zu besuchen. Die Melvins etwa haben vergangenen Freitag die Rote Fabrik in Grund und Boden gerockt – zugegeben mit Hilfe von zwei Vertretern der jüngeren Generation. Und Pere Ubu haben mir eben erst einen ebenso mitreissenden wie höchst unterhaltsamen Konzertabend beschert. Letztere kannte ich bis zum heutigen Abend eigentlich nur vom Namen her, aber nachdem was ich gesehen und gehört habe, wird sich dies rasch ändern. Das aktuelle Album "Why I Hate Women" (Glitterhouse/RecRec) hab ich mir natürlich unverzüglich angeschafft – direkt aus den Händen von Sänger David Thomas übrigens, der in Old-School-Manier den CD-Verkauf nach Konzertende selber am Bühnenrand abwickelte. Und das Netz hab ich auch bereits durchstöbert, wobei ich u.a. auf dieses interessante Interview gestossen bin: www.satt.org/musik/06_10_ubu.html

A propos alte Leute: Von Dinosaur Jr erscheint nächste Woche ein neues Album, eingespielt in der Ur-Besetzung mit J Mascis, Lou Barlow und Murph. "Beyond" (PIAS/Musikvertrieb) heisst die Platte, die mich unweigerlich zurück in die Neunzigerjahre beamt, als Dinosaur Jr mit dem Video zu "Feel The Pain" bei MTV zu sehen waren (auch das etwas, was die jungen Leute interessieren könnte: Früher zeigte man bei MTV noch Musikvideos, nicht nur Dating-Shows und mit Hip-Hop-Beats unterlegte Softpornos!).