beste2007

jdw's choice.

2007? Ein guter Jahrgang, wie ich finde. Hier findet ihr meine 30 liebsten Alben des vergangenen Jahres. Die Mühe, alle zu verlinken, hab ich mir gespart. Es gibt ja Google...

30. YEASAYER – All Hour Cymbals (We Are Free/Irascible)
Talking Heads meets Genesis meets Worldmusic. Anno 2007 haben Yeasayer für ein ungewöhnliches Hörerlebnis gesorgt.

29. SHELLAC – Excellent Italian Greyhound (Touch And Go/Irascible)
Minimalistischer Experimentalrock der alten Schule. Herrlich unangepasst und altmodisch.

28. KRUGER – Redemption Through Looseness (Listenable/Irascible)
Brillantes Metal-Noise-Gewitter. DIE Platte des Jahres, um zwischendurch mal richtig auszurasten.

27. LAURA VEIRS – Saltbreaker (Nonesuch/Warner)
Wunderbar natürliche Stimme, hübsch instrumentierte Songs. Laura Veirs ist die bessere Maria Taylor.

26. ENON – Grass Geysers ... Carbon Clouds (Touch And Go/Irascible)
Elektro-Rock? Post-Punk? Indie-Rock? Von allem das Beste!

25. A WHISPER IN THE NOISE – Dry Land (Exile On Mainstream/Irascible)
Kannte vor 2007 kaum jemand, haben sich mit "Dry Land" aber als hervorragende Alternative zu Black Heart Procession etabliert.

24. SHANNON WRIGHT – Let In The Light (Vicious Circle/Irascible)
Eindringliche, leicht rauchige Stimme, dazu Songs zwischen ruppig-rockig und chansonesk-melancholisch. Auch live eine Wucht, diese Frau!

23. BLITZEN TRAPPER – Wild Mountain Nation (Sub Pop/Irascible)
Haben als Support von Two Gallants mein Herz erobert. Witzige Mischung aus Pavement und Southern Rock.

22. BARONESS – Red Album (Relapse/Irascible)
Epischer Metal à la Isis trifft auf zweistimmige Gitarreriffs à la Thin Lizzy. DIE Neuentdeckung im progressiven Metal.

21. MODEST MOUSE – We Were Dead Before The Ship Even Sank (Epic/SonyBMG)
Die alten Indie-Rock-Helden mit neuem Album, auf dem der neue Gitarrist Johnny Marr (The Smiths) nicht weiter auffällt. Mit "Dashboard" enthält das Album DEN Indie-Tanz-Song des Jahres.

20. 31 KNOTS – The Days And Nights Of Everything Anywhere (Polyvinyl/Irascible)
Eines der aussergewöhnlichsten Indie-Rock-Alben des Jahres. Sonic Youth meets Fugazi meets Experimental-Rock meets Weissichnichtwas...

19. SDNMT – The Goal Is To Make The Animals Happy (Sinnbus/Import)
Postrock der für einmal nicht ausufernd, sondern geradezu aufgeräumt daher kommt. So klingt eine Band, die genau weiss was sie will und keine Zeit und Mühe scheut, ihre Vision umzusetzen.

18. KING KHAN & THE SHRINES – What Is?! (Hazelwood/Irascible)
Die Funk-Soul-Garage'n'Roll-Hit-Packung des Jahres!

17. THE SEA AND CAKE – Everybody (Thrill Jockey/RecRec)
Eleganter bis unauffälliger Post-Pop aus der Chicagoer Schule. Leichtfüssig und frei von Rockismen, der perfekte Soundtrack zum sich Hinlegen und vor sich hin träumen.

16. SAGE FRANCIS – Human The Death Dance (Epitaph/Phonag)
Hip Hip für Leute, die keinen Hip Hop mögen. Sage Francis' Wortgewalt ist erdrückend und die Beats von Leuten aus dem Anticon-Umfeld sind vom Feinsten.

15. SPOON – Ga Ga Ga Ga Ga (Anti/Phonag)
Britt Daniel macht die schrägstmögliche Version dessen, was man noch lupenreinen Pop nennen kann. Herrlich!

14. WILCO – Sky Blue Sky (Nonesuch/Warner)
Der Teufel steckt im Detail. Beim ersten Hören wenig Auffälliges, aber die Songs sind mit kleinen Widerhäkchen versehen und Jeff Tweedy sind besser denn je.

13. THEE MORE SHALLOWS – Book Of Bad Breaks (Anticon/Irascible)
Eine Wundertüte von Album. Klingt zuweilen wie eine Lo-Fi-Version von Bright Eyes' Digital-Album. Zuweilen auch ganz anders...

12. ANDREW BIRD – Armchair Apocrypha (Fargo/Irascible)
Meistergeiger, Wunderpfeifer und umwerfender Sänger. Andrew Bird live ist unglaublich, auf Platte ist seine Musik einfach unglaublich schön.

11. THE WEAKERTHANS – Reconstruction SiteReunion Tour (Epitaph/Phonag)
Warm, wärmer, Weakerthans. Vielleicht nicht das originellste Album, trotzdem eines das mich immer wieder angenehm an der Hand nimmt und nett zu mir ist.

10. THE ROBOCOP KRAUS – Blunders And Mistakes (Anti/Phonag)
Erst: Na ja. Später: Ja, Ja, Ja! Die Post-Punker aus Hersbruck haben ihre Version eines Pop-Albums vorgelegt, das auch beim x-ten Durchhören noch Spass macht.

9. LEECH – The Stolen View (Leech/Irascible)
Brillantes Instrumental-Album, wer es am Stück durchhört macht eine Reise mit, die es in sich hat. Der 13-Minüter "Inspiral" lässt jedesmal meine Kiefermuskulatur erlahmen.

8. TOCOTRONIC – Kapitulation (Rock-O-Tronic/Universal)
Die Band spielt spätestens seit diesem Album in ihrer ganz eigenen Liga. Der nicht mehr ganz so neue Gitarrist Rick McPhail brilliert mit seinen Einlagen.

7. THE SHINS – Wincing The Night Away (Sub Pop/Irascible)
Popmusik mit dem Besten von The Beatles über The Beach Boys bis Belle And Sebastian. Melodien die einen tagelang verfolgen.

6. BLONDE REDHEAD – 23 (4AD/Musikvertrieb)
Kunst-Pop der nicht anstrengend, sondern einfach nur gut ist. Eine traumwandlerische Erfahrung, ein sehr reifes Werk.

5. VIC CHESNUTT – North Star Deserter (Constellation/Irascible)
Spröd, düster, faszinierend. Die Begleitband mit Leuten von Silver Mt. Zion, Godspeed You Black Emperor und Fugazi sorgt für ganz grosse Momente und passt perfekt zu Chesnutts Stimme.

4. FAVEZ – Bigger Mountains Higher Flags (Gentlemen/Irascible)
Die Lausanner Rock'n'Roll-Helden zeigen, wie man mit Würde altert. Vielschichtiger, melodiöser und epischer denn je, ohne den alten Punkrock-Esprit zu vernachlässigen.

3. ARCADE FIRE – Neon Bible (Merge/Universal)
Beim Erscheinen war der Schatten von "Funeral" noch zu gross, aber im Lauf des Jahres hat das Album bewiesen, dass es dem Erstling in nichts nachsteht.

2. THE NATIONAL – Boxer (Beggars Banquet/Musikvertrieb)
Diese Stimme! Dieses Schlagzeugspiel! Diese Arrangements! Diese Eindringlichkeit! The National musizieren ganz nahe am Gemüt.

1. LOGH – North (Bad Taste/Phonag)
Atmosphärisch dichtes Epos zwischen Pop, Post-Rock und Soundtrack. Ein Meisterwerk, das mich auch 2008 noch beschäftigen wird.