Mit Portugal. The Man, Groombridge, Hell Is For Heroes und Two Gallants.

PORTUGAL. THE MAN – Church Mouth (Defiance/Irascible)
Das hierzulande verspätet erschienene Debüt war 2006 eine der Überraschungen. Portugal. The Man kamen aus dem Nichts (jaja, eigentlich aus Alaska) und begeisterten. Beim Zweitling fällt vor allem der erhöhte Hippie- bzw. 70-Einfluss auf. Die Songs, die zwar nicht mehr alle so toll wie beim Erstling, jedoch zum grossen Teil immer noch klasse sind, brauchen schon ein wenig Zeit, um sich zu entfalten. Für Hippies und solche, die es werden wollen.


GROOMBRIDGE – Phrases From The Second Floor (Eigenvertrieb)
Groombridge aus Burgdorf haben viel Potential, soviel steht fest. Vor allem die Stimme von Sänger und Multiinstrumentalist Dyle weiss durchaus zu begeistern. Die weitgehend sehr emotionalen Songs erinnernd des Öfteren an Snow Patrol, die pianogetragenen Stücke lassen an Muse denken. Man darf gespannt sein, was die vier Jungs in Zukunft aus ihrem Potential schöpfen.



HELL IS FOR HEROES – s/t (Golf/Irascible)
Es geht aufwärts! Nach dem mehr oder weniger misslungenen “Transmit Disrupt” machen die Posthardcorler von Hell Is For Heroes da weiter, wo sie bei ihrem gelungenen Debüt aufgehört hatten: Mit dynamischen, melodiösen Rockhymnen, die ob ihrer Dramatik nicht selten sogar in Muse’sche Gefielde abdriften. Alles andere als der angesagte Sound, daher wird HIFH wohl auch diesmal der Durchbruch verwehrt bleiben. Umso schöner, dass es sie noch gibt.


TWO GALLANTS – The Scenery Of Farewell (Saddle Creek/Irascible)
Die beste Zweimannband der Welt meldet sich mit einer wunderschönen EP zurück. Im Gegensatz zum letztjährigen Meisterwerk „What The Toll Tells“ ist „The Scenery Of Farewell“ ganz akustisch gehalten. Fünf zauberhafte, traurig-schöne Folkstücke, mit „Linger On“ sogar einer der schönsten Songs des Jahres.