mit Pinback, Saybia, Calc und Two Gallants.


PINBACK – Autumn Of The Seraphs (Touch & Go/Irascible)
Das Cover sieht zwar aus wie bei einer Metalband, und auch der Titel “Autumn Of The Seraphs” könnte genau so gut eine Hochglanz-Metalcore Truppe sein, die Musik, die Pinback auf ihrem vierten Album machen, ist aber klassischer Indierock. Die Strukturen wühlen oftmals tief im Postrock, der Gesang ist glasklar. Ich kann damit nicht allzu viel anfangen, Fans von Bands wie Yo La Tengo, Grandaddy oder Pavement aber vermutlich schon.



SAYBIA – Eyes On The Highway (EMI)
Saybia-Sänger Soren Huss scheint es besser zu gehen als zu Tagen, als er die Songs für “These Are The Days” und “The Second You Sleep” geschrieben hat. Solch hoffnungslose Trauerklosse wie „Not The One You Need“ sucht man vergeblich.Die Grundstimmung ist zwar immer noch melancholisch, insgesamt aber um einiges positiver als gewohnt. Dass Saybia immer noch grossartige Popsongs schreiben können, beweisen sie beim wunderschönen „On Her Behalf“, dem bombastischen „Godspeed Into The Future“ oder dem sehr gelungenen Schlusspunkt „At The End Of Blue“. Aber, leider hält der Trend trotzdem an: Mit jedem Album ein bisschen belangloser.



CALC – Dance Of The Nerve (Viscous Circle/Irascible)
Bei Calc handelt es sich um einen echten Geheimtipp aus Frankreich. Schön unaufdringlicher, oft sehr an Elliott Smith erinnernder Folkpop machen sie, und das sehr solide. Trotz ausgiebigem Touren und englischer Texte ist den Franzosen der Erfolg ausserhalb des französisch Sprechenden Raums verwehrt geblieben. Musik zum Träumen.



TWO GALLANTS – s/t (Saddle Creek/Irascible)
White Stripes meets Bright Eyes, zum Zweiten in diesem Jahr. Nach ihrer im Sommer veröffentlichten EP beglücken uns Two Gallants bereits wieder, diesmal sogar mit einem Full Lenght Album. Und, man höre und staune, die neuen Songs klingen gar nicht mehr so verzweifelt wie gewohnt! Die Texte handeln zwar immer noch ausnahmslos von gescheiterten Beziehungen, kommen aber nicht mehr ganz so weinerlich rüber. Eigentlich schade, denn genau das war es, was die Songs bisher noch reizvoller und authentischer machte.