Mit Saves The Day, The New Amsterdams, Goodbye Fairbanks, The Shell und Mono.

SAVES THE DAY – Sound The Alarm (Vagrant/Namskeio)
Die Geschichte von Saves The Day weist erstaunliche Parallelen mit den verblichenen Get Up Kids auf. Nach zwei poppigen Punkrock-Alben versuchte man sich am Songwriter-Pop, was die Fans alles andere als erfreut auffassten. Also kurz wieder die elektrischen Gitarren ausgepackt, ein paar hübsche wie austauschbare Melodien hervorgekramt, und fertig ist „Sound The Alarm“. Längst nicht gut genug, um die Lücke zu füllen, welche The Get Up Kids hinterlassen haben, aber immerhin besser als der Vorgänger „In Reverie“. (5/10)



THE NEW AMSTERDAMSStory Like A Scar (Vagrant/Namskeio)
Und wenn wir schon von den Get Up Kids sprechen: Deren ehemaliger Frontmann hat mit seinem ehemaligen Sideproject, das jetzt wohl endgültig in den Vordergrund tritt, einmal mehr eine sehr schöne Platte gemacht. Mit „Intelligent Design“ ist sogar ein Song vertreten, der astrein auf das letzte TGUK-Album gepasst hätte. Ansonsten gibt’s solide Singer/Songwriter und Folkrock Kost, wie man es halt von The New Amsterdams gewohnt ist. Leider ist die Platte mit einer knappen halben Stunde viel zu kurz. (6/10)



GOODBYE FAIRBANKS – Smile, If You Can (Floppy Cow Records)
Ich weiss, Bands wollen nicht in musikalische Schubladen gesteckt werden. Aber aus irgendeinem Grund sind sie ja schliesslich da. Ich hoffe, die vier Berner nehmen es mir nicht übel... Goodbye Fairbanks machen Emo. Kein Screamo oder Metalcore, kein Gekreische oder Doublebass-Geballer. Einfach schöne, teilweise vertrackte, emotionale Songs. Diese Band hat Zukunft, auf ein richtiges Album darf man gespannt sein. (7/10)


THE SHELL - Feel Free (Monkey Music)
Ebenfalls aus hiesigen Landen stammen die drei St. Galler von The Shell. Die Breakthru-Contest Sieger von 2004 bieten auf ihrer neuen Scheibe makellose, radiotaugliche, britisch angehauchte Poprock-Songs im Stile von Placebo. „Feel Free“ wird The Shell mit Sicherheit noch ein wenig bekannter machen. Mir fehlt hier aber eindeutig die Abwechslung und ein wenig mehr Ecken und Kanten. (5/10)


MONOYou Are There (Temporary Residence Ltd./Irascible)
Mono sind die japanische Ausgabe von Mogwai. Angeblich. Stimmt nicht. Mogwai machen inzwischen Vierminuten-Songs, Mono viertelstündige. Mono sind Dramatik pur. Obwohl jeder Song den gleichen Aufbau vorweist, ist das Gehörte irgendwie spannend. Der erwartete Ausbruch lässt ewig auf sich warten, kommt aber gewaltig, mit Noise-Gitarren und Streichern. Diese Platte braucht viel Geduld und vor allem konzentriertes Zuhören. Ein Muss für Fans von Godspeed! You Black Emporor, Sigur Ros, oder einer dramatischeren Variante von Explosions In The Sky! (8/10)