Mit The Forecast, Gracer, Spitalfield, Cute Is What We Aim For und The Hush Sound.

THE FORECAST – In The Shadow Of Two Gunmen (Victory/Import)
Die schwimmen ja ganz schön gegen den Strom. Für The Forecast scheint die Zeit so in etwa um 1997 stehen geblieben zu sein. Denn die drei Buben und das Meitli aus Illinois machen die Art von Emo, als dieser Begriff noch gar nicht existierte. Midwest-Emo nennt man das heute auch. Kling oft nach Hey Mercedes, Benton Falls (und Deep Elm im Allgemeinen), seltener auch nach Straylight Run, was vor allem an Wechselgesang von Männlein und Weiblein liegt. Die Produktion ist angenehm ungeschliffen. Schön! (7/10)


GRACERVoices Travel (Revelation/Irascible)
Und gleich nochmal Altmodisches. Anders als The Forecast, bedient sich das Trio Gracer vor allem am Sound von Elliott. Die hohe Gesangsstimme, die atmosphärisch dichten Songs, die Delay-Gitarren, hier tönt alles nach den unlängst verblichenen Helden. Allerdings handelt es sich nicht um ein reines Plagiat, dazu sind die (meisten) Songs zu stark, wenngleich mit der Zeit etwas gleichförmig. (6/10)


SPITALFIELD – Better Than Knowing Where You Are (Victory/Import)
Wieder einmal Belangloses aus dem Hause Victory. Spitalfield fehlt so ziemlich alles, was eine in dieser Richtung angesiedelte Band heutzutage bräuchte. Einen guten Sänger, griffige Melodien und vor allem Emotionen. Dagegen war Taking Back Sunday's Aktuelle der reinste Wahnsinn. Das Debüt vor einigen Jahren liess noch einiges erhoffen... Langweiliger geht es kaum mehr. (3/10)


CUTE IS WHAT WE AIM FOR – The Same Old Blood Rush With A New Touch (Inkubator/Import)
Du magst The Academy Is, Fall Out Boy und Panic! At The Disco? Dann werden Dir auch CIWWAF (was für eine Abkürzung!) gefallen. Viel mehr gibt’s da eigentlich nicht zu sagen. Nix Neues, aber durchaus ein paar hübsche, fröhliche und melancholische Melodien. (6/10)


THE HUSH SOUND – Like Vines (Fueled By Ramen/Import)
Pete Wentz, Bassist und Mastermind von Fall Out Boy, hat den Dreh definitiv raus. Nachdem er Panic! At The Disco und The Academy Is für sein eigenes Label gewinnen konnte, folgen nun The Hush Sound. Diese heben sich allerdings schon ein wenig von ihren Labelmates ab. Da singt auch mal die Bassistin einen Song, ein anderer erinnert sehr an Ben Folds, ein weiterer überrascht mit Zirkus-Offbeat und schrägen Lyrics. Erstaunlich kreativ! (7/10)