mastodon

Das Metal-Album des Jahres 2011 live erleben!
Wer sich auch nur irgendwie für härtere Gitarrenmusik interessiert, kam in den letzten Jahren nicht an Mastodon vorbei. Das Quartett aus Atlanta war mit nahezu allen grossen Namen auf Tournee (u.a. mit Metallica, Iron Maiden, Tool, Slayer, Trivium...) und veröffentlichte seit 2002 fünf Studioalben, dank denen sich die Fanbasis stetig vergrösserte. Anfänglich im Sludge-Metal verankert, mit vertrackten Riffs und markerschütterndem Gebrüll versehen, öffneten sich Mastodon zusehends eher progressivem Rock (die Band bekennt sich offen dazu, Fans der kanadischen Prog-Legende Rush zu sein), der immer mehr auch Richtung Alternative Rock schielt. So ist seit dem 2009er Album "Crack The Skye" (Reprise Records/Warner) nur noch selten Geschrei zu hören, stattdessen arbeitet die Band (mit ihren drei Sängern) vermehrt mit Harmoniegesang der in Richtung Queens Of The Stoneage oder Alice In Chains zielt.

Nicht allen Fans gefällt diese neue Richtung, zuweilen stand sich die Band dabei auch selbst im Weg weil es live mit den Gesängen nicht immer so gut hinhaut wie im Studio (wie man mittels eine kurzen youtube-Recherche unschwer feststellen kann, allerdings muss auch gesagt werden dass es beim letzten Schweizer Konzert im Februar 2010 im Fri-Son diesbezüglich gar nichts zu bemängeln gab). Trotzdem sind Mastodon stetig gewachsen und haben mit ihrem letztjährigen Album "The Hunter" (Roadrunner/Warner) erstmals die amerikanischen Top-10 geknackt. "The Hunter" war insofern ein ungewöhnliches Album, weil es das erste Nicht-Konzeptalbum der Band ist. Nach dem Meisterwerk "Crack The Skye", in welchem thematisch der Selbstmord von Brann Dailors (Drums) Schwester mittels einer komplexen Science Fiction-Geschichte verarbeitet wurde und welches musikalisch unglaublich dicht und komplex gestrickt war, war es für Mastodon rasch klar, dass sie sich mittels eines relativ lockeren, aus dem Ärmel geschüttelten Albums aus der "Konzeptfalle" befreien mussten. Wer nun 3-Akkorde-Songs erwartet, liegt natürlich falsch. Mastodon haben ihre Trademarks (komplexes Drumming, Gitarrenriffs die nach Insektenschwärmen klingen, abrupte Wechsel die sich trotzdem nahtlos in den Song einpassen...) mittlerweile so perfektioniert, dass auch ein spontanes Mastodon-Album ein umwerfend gutes ist. "The Hunter" ist das kurzweiligste und abwechslungsreichste Album der Band, heftige Nackenbrecher und eher gemässigte Mitwipper geben sich die Klinke in die Hand und ehe man sich versieht ist die Spielzeit um und man ertappt sich unweigerlich dabei, wie man das Album wieder von vorne zu hören beginnt...

Am kommenden Samstag 28. Januar machen Mastodon nun endlich wieder einen Abstecher in die Schweiz, diesmal nach Zürich ins X-Tra. Mit dabei sind Red Fang, die ihre Platten auf Mastodons früherem Label Relapse veröffentlichen und in etwa klingen und aussehen wie die obdachlosen Cousins von Mastodon....

MASTODON - Black Tongue:

MASTODON - Curl Of The Burl: