Lole
© Thorsten M. Meyer

La sincère.
Olivia Pedroli wurde 1982 in Neuchâtel geboren, ist am Konservatorium ausgebildete Violonistin und machte sich im zarten Alter von 18 Jahren auf, um Neuseeland zu erkunden. Später führte sie ihre Reiselust dann nach Asien, Australien und schliesslich nach Kanada. Der Weltenbummelei, dem Kauf einer Gitarre, der Inspiration durch Künstler wie Ben Harper oder Tori Amos und der Arbeit mit behinderten Kindern ist es zu verdanken dass sie eine Karriere als Singer/Songwriterin startete. Seit Sommer 2004 spielt sie unter dem Künstlernamen Lole diverse Konzerte und zeigte am Paleo-Festival Nyon 2005 erstmals einem grösseren Publikum dass sie eine grossartige Musikerin ist.

Gestern trat Lole zusammen mit ihren souveränen Mitmusikern (Simon Gerber - git/bass, Julien Revilloud - bass/git, Daniel Perrin - piano und Bruder Raphael Pedroli – drums/percussion) im Zürcher Club Moods auf. Ihr Auftritt wie auch ihr Gesang waren von einer Authentizität geprägt, die auf Schweizer Bühnen eine Seltenheit ist. Loles Stimme ist kräftig, seelenvoll und unglaublich facettenreich. Sie traf die lauten wie auch die leisen Töne, tauchte vollkommen in die Songs ein und gestaltete diese aktiv mit. Das Zusammenspiel von Lole, die selber auch Gitarre spielte, und der Band war perfekt und von einer enormen Freude bestimmt. Lole und Simon Gerber, der - Zitat Lole - „aussehen möchte wie Elvis Costello“, führten mit Charme und Witz durch den Abend, währenddem sich die anderen Bandmitglieder eher etwas im Hintergrund hielten. Die musikalische Bandbreite des Auftritts war gross: Von Folk und Pop wechselte die Band zu Country und Blues, Bossa Nova-Rhythmen und Trip Hop-Elemente fanden gleichfalls ihren Platz. So tönten die Songs bisweilen ein bisschen nach Portishead und Loles Stimme nach deren Sängerin Beth Gibbons. Aber auch Vergleiche mit Alanis Morrissette, Anouk, den Dixie Chicks oder den ruhigeren Skunk Anansie kommen hin. Trotz der Parallelen zu anderen Bands oder Sängerinnen bleiben Lole und ihre Musiker eigenständig und unverwechselbar. Selbstbewusst und mit einer guten Portion Humor wies Lole das Publikum darauf hin, es möge doch ihre neue CD „Sugary And Dry“ kaufen, die wirklich hörenswert ist, aufgrund einer etwas zu cleanen Produktion den Besuch eines Live-Konzertes aber in keinster Weise ersetzt.

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www.myspace.com/lolemusic
www.moods.ch