26. Mai 2005
FARIN URLAUB RACING TEAM – Volkshaus (Zürich), 25.05.2005
Ich wurde entführt! Ohne zu wissen wo es denn genau hingeht, fuhren wir gestern nach Zürich. Zum Anlass des vierten Jahrestages des Bündnisses meiner Freundin und mir, trudelten wir etwas verspätet im Volkshaus ein, wo ein Pärchen vor dem Eingang drei Tickets gratis und franko verschenken wollte. Wir lehnten dankend und höchst erstaunt über solch selbstlose Gesten ab, da meine Freundin und ihre Schwester Gästelistenplätze für uns organisiert hatten. Und nicht nur das. Wir bekamen als einzige Besucher diese gelben Armbänder, auf denen von Hand geschrieben „FURT AFTER SHOW“ stand. Das wird ja immer besser, dachte ich mir. Und so wurden wir Zeugen eines Hammerkonzertes der „Sonnenblumen Of Death Tour 2005“.
Von drinnen hörte man FURT bereits das fröhliche „Jeden Tag Sonntag“ anstimmen. Also beeilten wir uns, quetschten uns durch die Menge nach vorne und bestaunten erst mal das unendlich grosse Unendlich-Transparent hinten an der Bühne. Farin, seine Frauenband, der weibliche Chor (in Polizeiuniformen verpackt, mit Handschellen und Schlagstöcken) und der männliche Bläsersatz der Busters gaben wieder einmal alles. Obwohl Farin Urlaub sich zwischen den Songs mit flotten Sprüchen nicht zurückhielt, wirkte er, im Gegensatz zu sonst, etwas ausgepowert und/oder bekümmert. Dazu später mehr.
Wie er allerdings das Publikum miteinbezog... das kann nur Farin U.! Mit flockigen Sprüchen wie „Stellt euch mal vor... Ja! Mein Name ist Farin Urlaub. Stellt EUCH mal vor“, und spontanen Flirtereien mit seinem Chor, wurde Farin langsam locker. Natürlich fehlte auch das "Ich-zähl-jetzt-auf-zehn-dann-will-ich-euch-alle-
springen-sehn“-Stück nicht, welches sie auch im umfangreichen Zugabenteil ein zweites mal zum Besten gaben.
Beim Song „Dermitder“, das wie im CD-Review zu „Am Ende der Sonne“ schon erwähnt, dem Busters-Posaunist Rob Solomon gewidmet ist, forderte Farin den Mann mit der Posaune zu einem Solierduell heraus und sammelte Punkte, indem er Rob zeigte, dass man auf einer Posaune halt nicht so einfach 3 Oktaven hochklettern und mit dem Plektrum über die Saiten kratzen kann. Rob hingegen machte das wieder wett, in dem er die Melodie vorgab und sie das Publikum einfach nachsingen liess.

Fotosession mit Rob Solomon
Die dahingestellte Behauptung, dass Farin bei seinem zweiten Album die Songwriterqualitäten gegen Produzentengeschick eingetauscht hat, nehme ich hiermit zurück. Denn obwohl mich „Am Ende der Sonne“ ab Konserve immer noch nicht aus den Socken haut, rocken die neuen Songs live ganz schön. Nicht zuletzt aufgrund der fetten Gitarrensounds von Farin und Satans Tochter Nesrin Sirinoglu. Auf CD gebannte Streicherarrangements werden kurzerhand in Bläserarrangements umgewandelt und überhaupt kommt die Bläsersektion live öfter zum Einsatz als auf Tonträger. Die Menge war komplett aus dem Häuschen und tanzte Pogo zu allem was schneller als 80 bpm oder eine Ska-Nummer war. Erst als Farin den angeblich letzten Song ankündigte, ging anstelle frenetischen Jubels ein Raunen durch das Publikum. Das konnte nicht das Ende der Sonne sein. Denn, noch fehlten Songs wie „Dusche“ und „Abschiedslied“. Natürlich kehrten FURT auf die Bühne zurück und spielten noch eine ganze Reihe Songs, unter anderem die beiden zuvor genannten, bis auch der Hinterste und Letzte komplett durchgeschwitzt war.
Als das Konzert zu Ende war, schob die Motorradgang-Security die Menge mit Absperrgittern zum Ausgang. Auf meine Frage, wie man denn zum Backstage gelange, meinte einer der Rocker, wir sollen neben der Bühne warten. Man werde uns dann rufen, wenn die Band soweit sei. Fünf Minuten später liess man uns dann Backstage, wo uns eine FURT-Tourbegleiterin herzlich empfing und uns was zu trinken anbot. Wir sollten doch kurz warten, Farin komme gleich.
Also setzten wir uns etwas zappelig auf die Ablage eines im Flur stehenden Schrankes. Dann kam Farin urplötzlich aus der Garderobe und forderte uns auf, uns nicht in sein Case zu setzen. Wir hätten uns in seinen mobilen Kleiderschrank gesetzt, den er sich mal bei den Ärzten zugelegt habe. Sehr kommunikativ war er leider nicht, da wir nicht mit ihm verabredet waren, er wie erwähnt nicht besonders gut gelaunt war, seine Gitarreneffekte auf der Bühne nicht so wollten wie er, und wir auch noch in seinem Kleiderschrank rumgesessen sind. Zu einem kleinen verwackelten Foto liess er sich dann aber doch noch überreden, wobei er meine zündholzschachtelgrosse Kamera mit „Gibt’s die auch in klein?“ kommentierte.

Gibts das auch in scharf?
Dann kam Rob aus der Garderobe und wir plauderten ein wenig mit ihm über das Tourleben, das ihm gewidmete Lied, die nächsten Tourstationen und seine berühmte Siegerpose, die er auf der Bühne zu machen pflegt.
Farin stand daneben und quatschte mit der Schweizer Delegation von Universal Music. Als ich dann etwas von „Komm wir gehen raus und geben ein paar Autogramme“ hörte, gesellte ich mich dazu und fragte, ob ich ein paar Autogramme zum verlosen auf BANDS Magazine haben könne. Farin verdrehte die Augen, dass nur noch das Weisse darin zu sehen war, und meinte trocken: "Da musst du dich schon in die Schlange stellen." Ich kommentierte seine Grimasse mit „Das sieht aber übel aus“ und sagte noch etwas wie „Ne, echt jetzt?“, doch er liess sich nicht umstimmen. Also standen wir noch eine Weile draussen zwischen den Tourbussen herum, schauten zu, wie die Band Autogramme gab, verabschiedeten uns dann von Rob und machten uns auf den Nachhauseweg.
Danke Pasci, danke Rahel, Fabio, Fly und Delia. Das war grossartig!
www.farinurlaub.de
www.volkshaus.ch
Von drinnen hörte man FURT bereits das fröhliche „Jeden Tag Sonntag“ anstimmen. Also beeilten wir uns, quetschten uns durch die Menge nach vorne und bestaunten erst mal das unendlich grosse Unendlich-Transparent hinten an der Bühne. Farin, seine Frauenband, der weibliche Chor (in Polizeiuniformen verpackt, mit Handschellen und Schlagstöcken) und der männliche Bläsersatz der Busters gaben wieder einmal alles. Obwohl Farin Urlaub sich zwischen den Songs mit flotten Sprüchen nicht zurückhielt, wirkte er, im Gegensatz zu sonst, etwas ausgepowert und/oder bekümmert. Dazu später mehr.
Wie er allerdings das Publikum miteinbezog... das kann nur Farin U.! Mit flockigen Sprüchen wie „Stellt euch mal vor... Ja! Mein Name ist Farin Urlaub. Stellt EUCH mal vor“, und spontanen Flirtereien mit seinem Chor, wurde Farin langsam locker. Natürlich fehlte auch das "Ich-zähl-jetzt-auf-zehn-dann-will-ich-euch-alle-
springen-sehn“-Stück nicht, welches sie auch im umfangreichen Zugabenteil ein zweites mal zum Besten gaben.
Beim Song „Dermitder“, das wie im CD-Review zu „Am Ende der Sonne“ schon erwähnt, dem Busters-Posaunist Rob Solomon gewidmet ist, forderte Farin den Mann mit der Posaune zu einem Solierduell heraus und sammelte Punkte, indem er Rob zeigte, dass man auf einer Posaune halt nicht so einfach 3 Oktaven hochklettern und mit dem Plektrum über die Saiten kratzen kann. Rob hingegen machte das wieder wett, in dem er die Melodie vorgab und sie das Publikum einfach nachsingen liess.

Fotosession mit Rob Solomon
Die dahingestellte Behauptung, dass Farin bei seinem zweiten Album die Songwriterqualitäten gegen Produzentengeschick eingetauscht hat, nehme ich hiermit zurück. Denn obwohl mich „Am Ende der Sonne“ ab Konserve immer noch nicht aus den Socken haut, rocken die neuen Songs live ganz schön. Nicht zuletzt aufgrund der fetten Gitarrensounds von Farin und Satans Tochter Nesrin Sirinoglu. Auf CD gebannte Streicherarrangements werden kurzerhand in Bläserarrangements umgewandelt und überhaupt kommt die Bläsersektion live öfter zum Einsatz als auf Tonträger. Die Menge war komplett aus dem Häuschen und tanzte Pogo zu allem was schneller als 80 bpm oder eine Ska-Nummer war. Erst als Farin den angeblich letzten Song ankündigte, ging anstelle frenetischen Jubels ein Raunen durch das Publikum. Das konnte nicht das Ende der Sonne sein. Denn, noch fehlten Songs wie „Dusche“ und „Abschiedslied“. Natürlich kehrten FURT auf die Bühne zurück und spielten noch eine ganze Reihe Songs, unter anderem die beiden zuvor genannten, bis auch der Hinterste und Letzte komplett durchgeschwitzt war.
Als das Konzert zu Ende war, schob die Motorradgang-Security die Menge mit Absperrgittern zum Ausgang. Auf meine Frage, wie man denn zum Backstage gelange, meinte einer der Rocker, wir sollen neben der Bühne warten. Man werde uns dann rufen, wenn die Band soweit sei. Fünf Minuten später liess man uns dann Backstage, wo uns eine FURT-Tourbegleiterin herzlich empfing und uns was zu trinken anbot. Wir sollten doch kurz warten, Farin komme gleich.
Also setzten wir uns etwas zappelig auf die Ablage eines im Flur stehenden Schrankes. Dann kam Farin urplötzlich aus der Garderobe und forderte uns auf, uns nicht in sein Case zu setzen. Wir hätten uns in seinen mobilen Kleiderschrank gesetzt, den er sich mal bei den Ärzten zugelegt habe. Sehr kommunikativ war er leider nicht, da wir nicht mit ihm verabredet waren, er wie erwähnt nicht besonders gut gelaunt war, seine Gitarreneffekte auf der Bühne nicht so wollten wie er, und wir auch noch in seinem Kleiderschrank rumgesessen sind. Zu einem kleinen verwackelten Foto liess er sich dann aber doch noch überreden, wobei er meine zündholzschachtelgrosse Kamera mit „Gibt’s die auch in klein?“ kommentierte.

Gibts das auch in scharf?
Dann kam Rob aus der Garderobe und wir plauderten ein wenig mit ihm über das Tourleben, das ihm gewidmete Lied, die nächsten Tourstationen und seine berühmte Siegerpose, die er auf der Bühne zu machen pflegt.
Farin stand daneben und quatschte mit der Schweizer Delegation von Universal Music. Als ich dann etwas von „Komm wir gehen raus und geben ein paar Autogramme“ hörte, gesellte ich mich dazu und fragte, ob ich ein paar Autogramme zum verlosen auf BANDS Magazine haben könne. Farin verdrehte die Augen, dass nur noch das Weisse darin zu sehen war, und meinte trocken: "Da musst du dich schon in die Schlange stellen." Ich kommentierte seine Grimasse mit „Das sieht aber übel aus“ und sagte noch etwas wie „Ne, echt jetzt?“, doch er liess sich nicht umstimmen. Also standen wir noch eine Weile draussen zwischen den Tourbussen herum, schauten zu, wie die Band Autogramme gab, verabschiedeten uns dann von Rob und machten uns auf den Nachhauseweg.
Danke Pasci, danke Rahel, Fabio, Fly und Delia. Das war grossartig!
www.farinurlaub.de
www.volkshaus.ch




Kommentare
also ich und mein bester freund erlebten fu nach dem konzert in zürich total anders. wir hatten es sehr lustig mit ihm und haben auch recht lange mit ihm gesprochen... wenn er zeit gehabt hätte, wäre er sogar was mit uns trinken gekommen... naja, kann sein, weil wir nicht mehr die jüngsten sind, sondern eher in seinem alter...
hoffen, dass ihr ihn auch mal so erlebt, wie wir ihn erlebt haben.
es grüessli
vermutlich nicht über einen offizielen weg, oder etwas doch?
für ein wenig licht in mein dunkel im voraus lieben dank
katja
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