Akkordeon, Teenies und sympathische Helden.
Ein ganz schön schräger Vogel ist er, der Aaron Weiss. Aaron ist der Sänger von Mewithoutyou. Und zwar nicht nur, weil sich der bärtige, Kappen tragende Frontmann auf der Bühne wie Rumpelstilzchen verhält, sondern auch, weil er bei der Hälfte des Sets mit einem Akkordeon bewaffnet war. Und tatsächlich auch darauf gespielt hat. Musikalisch gesehen kann ich mit besagtem Fünfer nicht allzu viel anfangen. Technisch versierter Posthardcore, mit nicht sehr melodienseligem Gesang. Die Stimme bewegt sich irgendwo zwischen Cedric Bixler zu At The Drive-In Zeiten und Fugazi.

Brand New haben mit ihrem neuen Album ja bekanntermassen nicht gerade leichte Kost geliefert. Daher war es ein erstaunlich, wie viele Songs von ihrem letzten Album „Déjà Entendu“ gespielt wurden. Hits wie „The Quiet Things That No One Ever Knows“ oder “Sit Transit… Gloria Fades” wurden vom Publikum auch begeistert mitgegrölt. Besonders gefreut habe ich mich über einer meiner persönlichen Favoriten, “Me vs. Maradona vs. Elvis“. Auch die Auswahl der neuen Songs war äusserst gelungen. Vom Opener „Sowing Season“, über das reduzierte „Jesus Christ“ bis zum live noch einmal eine Dynamik-Stufe höher geschraubten „Luca“. Das alles wirkte live noch emotionaler und energischer als auf Platte. Auch an Fans von früheren Tagen wurde gedacht, mit „The Shower Scene“ und dem akustischen „Soco Amaretto Lime“.

Leider konnte ich den Gig nicht mehr ganz bis zum Schluss mitverfolgen... Das Gesehene war aber absolute Spitzenklasse.

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