11. Oktober 2006
BLACKMAIL - Schüür (Luzern), 07.10.2006
Samstag und Blackmail machen auf ihrer Herbsttour Halt in der Schüür. Man(n) geht hin, in der Gewissheit, dass ein Konzert der Koblenzer Jungs gewisse Affinitäten zu einer Erpressung aufweist. Entweder kriegst du das, was du erwartest, oder Arno Funke alias Dagobert lässt grüssen und du haust in den Sack. Von Lustlosigkeit, über völlig stoned, bis hin zur eigenen Demontage, alles schon erlebt bei Blackmail live.
Dieser Abend sollte aber ganz anders kommen...
… denn was sich mit der liebevollen Aufmachung der letzten Platten angekündigt hat, wurde gestern konsequent fortgesetzt. Blackmail zelebrieren mintunter nicht mehr nur den musikalischen Rock-Tornado, sondern verflechten ihre Songs geschickt mit visuellen Komponenten, die das Ganze zu einem Festschmaus der Sinne machen. Zwei Videoprojektionsflächen an der Wand hinter der Bühne. Zunächst noch leer wie ein Grossteil der Schüür, werden diese von Beginn des Intros an mit Bildern beballert, die punktgenau auf die Taktwechsel der Songs geschnitten sind. Blackmail sind an diesem Abend laut. Verdammt laut, und die anfängliche, höfliche Zurückhaltung des Publikums, weicht bald kollektivem Mitnicken. „Aerial View“ wird gnadenlos durchgeprügelt, hie und da „Friend or Foe“ eingestreut und sogar „Foe“ wird rausgekramt. War das nicht gerade ein falscher Ton? Scheiss drauf! Es ist Rock! Und so sehen die Jungs auch aus! Fertig, Augenringe, ein Bier auf dem Verstärker. Hat jemand was anderes erwartet? Aber hat jemand das erwartet, was einem an diesem Abend vor den Latz geknallt wird? Aydo Abay am Mikrofon macht die ganz grossen Gesten, die man ihm auch abnimmt. Im Strobo-Gewitter lässt er sich in die Songs fallen und es macht einfach nur Freude, ihm zuzusehen, während Kurt Eberhäuser stoisch und hünenhaft seine, auf seinen Körperbau bezogen, zierlich aussehende Gitarre bearbeitet. Das ist grosses Kino! Und dann sind sie weg. 10-Minuten-Drumsolo. Es zischen die Loops und dann geht auch der Schlagzeuger. Was dann folgt, soll alle Nichtdabeigewesene sich für immer in den Popo beissen lassen: „Same Sane“ wird ausgepackt, gefolgt vom Abschluss eines einzigen Riffs, das sie uns während 20 Minuten um die Ohren hauen.
Dann sind sie weg, Feedbacks inklusive. Aber ich werde wiederkommen! Das, meine Damen und Herren, war Rock auf ganz hohem Niveau!
www.blackmail.de
www.werle-stankowski.de (Support)
www.schuur.ch
Bericht von Michael Walser
Dieser Abend sollte aber ganz anders kommen...
… denn was sich mit der liebevollen Aufmachung der letzten Platten angekündigt hat, wurde gestern konsequent fortgesetzt. Blackmail zelebrieren mintunter nicht mehr nur den musikalischen Rock-Tornado, sondern verflechten ihre Songs geschickt mit visuellen Komponenten, die das Ganze zu einem Festschmaus der Sinne machen. Zwei Videoprojektionsflächen an der Wand hinter der Bühne. Zunächst noch leer wie ein Grossteil der Schüür, werden diese von Beginn des Intros an mit Bildern beballert, die punktgenau auf die Taktwechsel der Songs geschnitten sind. Blackmail sind an diesem Abend laut. Verdammt laut, und die anfängliche, höfliche Zurückhaltung des Publikums, weicht bald kollektivem Mitnicken. „Aerial View“ wird gnadenlos durchgeprügelt, hie und da „Friend or Foe“ eingestreut und sogar „Foe“ wird rausgekramt. War das nicht gerade ein falscher Ton? Scheiss drauf! Es ist Rock! Und so sehen die Jungs auch aus! Fertig, Augenringe, ein Bier auf dem Verstärker. Hat jemand was anderes erwartet? Aber hat jemand das erwartet, was einem an diesem Abend vor den Latz geknallt wird? Aydo Abay am Mikrofon macht die ganz grossen Gesten, die man ihm auch abnimmt. Im Strobo-Gewitter lässt er sich in die Songs fallen und es macht einfach nur Freude, ihm zuzusehen, während Kurt Eberhäuser stoisch und hünenhaft seine, auf seinen Körperbau bezogen, zierlich aussehende Gitarre bearbeitet. Das ist grosses Kino! Und dann sind sie weg. 10-Minuten-Drumsolo. Es zischen die Loops und dann geht auch der Schlagzeuger. Was dann folgt, soll alle Nichtdabeigewesene sich für immer in den Popo beissen lassen: „Same Sane“ wird ausgepackt, gefolgt vom Abschluss eines einzigen Riffs, das sie uns während 20 Minuten um die Ohren hauen.
Dann sind sie weg, Feedbacks inklusive. Aber ich werde wiederkommen! Das, meine Damen und Herren, war Rock auf ganz hohem Niveau!
www.blackmail.de
www.werle-stankowski.de (Support)
www.schuur.ch
Bericht von Michael Walser




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