16. März 2006
AVEN, DRYCONDITIONS, SIDEWALKPOETS – Holenstein (Glarus), 11.03.2006
Screamo- oder Metalcorejungs müssen eine schwarz gefärbte Playmobilfrisur, hellblaue Jeans und ultraenge, schwarze T-Shirts tragen. So lautet das ungeschriebene Gesetz. Es gab nur wenige Ausnahmen, die dieses Gesetz brachen. Auch das Publikum war schwarz getränkt. Da kam ich mir mit meine gelben Shirt ziemlich fehl am Platz vor. Und wieso musste mein Nietengürtel ausgerechnet vor ein paar Wochen kaputt gehen?!
Aber kommen wir zum wichtigeren Teil, der Musik. Eröffnet wurde der Abend von den Sidewalkpoets, welche momentan auch regelmässig auf SF zwei zu bewundern sind. Vermutlich, weil bei ihnen ein hübsch anzusehendes Mädel am Mikro steht. Die Songs waren unspektakulär, aber routiniert gespielt. Es fehlte leider ein wenig die Abwechslung. Als nächstes waren Dryconditions an der Reihe. Und sie brachten den nur etwa zur Hälfte gefüllten Holenstein mächtig zum Kochen. Sie begeisterten weniger mit herausragenden Songs, dafür umso mehr mit einer hervorragenden Bühnenshow. Dasselbe lässt sich auch von den abschliessenden Aven zu behaupten. Nicht meine Tasse, dieser äusserst tight vorgetragene Metalcore, aber die Bühne rocken können sie definitiv, da wurden ihre hübschen Frisuren ordentlich durcheinander gewirbelt.
Musikalisch war es kein überragender, aber auch kein enttäuschender Abend. Aven werden in Zukunft wohl noch viele Anhänger finden. Was mir am meisten in Erinnerung bleibt, sind aber eine Menge schwarzer Haare und eine Armee von Nietengürteln. So muss es sein, an einem Screamo-Konzert.
www.sidewalkpoets.com
www.dryconditions.ch
www.aven.ch
www.holenstein.ch
Aber kommen wir zum wichtigeren Teil, der Musik. Eröffnet wurde der Abend von den Sidewalkpoets, welche momentan auch regelmässig auf SF zwei zu bewundern sind. Vermutlich, weil bei ihnen ein hübsch anzusehendes Mädel am Mikro steht. Die Songs waren unspektakulär, aber routiniert gespielt. Es fehlte leider ein wenig die Abwechslung. Als nächstes waren Dryconditions an der Reihe. Und sie brachten den nur etwa zur Hälfte gefüllten Holenstein mächtig zum Kochen. Sie begeisterten weniger mit herausragenden Songs, dafür umso mehr mit einer hervorragenden Bühnenshow. Dasselbe lässt sich auch von den abschliessenden Aven zu behaupten. Nicht meine Tasse, dieser äusserst tight vorgetragene Metalcore, aber die Bühne rocken können sie definitiv, da wurden ihre hübschen Frisuren ordentlich durcheinander gewirbelt.
Musikalisch war es kein überragender, aber auch kein enttäuschender Abend. Aven werden in Zukunft wohl noch viele Anhänger finden. Was mir am meisten in Erinnerung bleibt, sind aber eine Menge schwarzer Haare und eine Armee von Nietengürteln. So muss es sein, an einem Screamo-Konzert.
www.sidewalkpoets.com
www.dryconditions.ch
www.aven.ch
www.holenstein.ch




Kommentare
Ich persönlich liebe meinen Nietengürtel mit den Totenköpfen, noch ein Souvenir vom Southsidefestival.
Ich persönlich sah nicht so viele Emo's (Ausser den Bands selber), da es meiner Meinung nach sowieso fast keine Emo's im Glarnerland gibt, aber es gab ja auch "glücklicherweise" noch Auswärtige.
Ich empfand die Bands allgemein als sehr gut, von Sidewalkpoets war ich gewohnt das sie mit der Zeit ein bisschen langweilig werden, aber dafür spielten sie gutes White Stripes cover. Dryconditions überraschten mich mit einem "The killers" cover, was vorallem den weiblichen Zuschauern gefallen hat.
Aven hat seit dem letzten Konzert wo ich sie gesehen habe grosse Fortschritte gemacht und bin froh das sie bei uns gespielt haben.
Wir waren im grossen und ganzen mit der Menge an Zuschauern zufrieden und hoffen wieder ein paar Luzern bei unserer nächsten Konzertveranstaltung begrüssen zu dürfen.
Merci für den Konzertbericht.
der sidewalkpoets-auftritt scheint euch leider nicht gefallen zu haben;schade.
doch geschmäcker sind bekanntlich verschieden.
folgendes zitat jedoch war für mich etwas irritierend:
"...Vermutlich, weil bei ihnen ein hübsch anzusehendes Mädel am Mikro steht."
hoffentlich nicht bloss das...
wir kommen trotzdem gerne wieder ins glarnerland! schönes wknd allerseits.
-mara / sidewalkpoets
du, auf'm flyer ist im fall garnix von scremo gestanden, vielleicht, kam auch drum kein scremo...
hab übrigens deinen nietengurt wiedergefunden! da ich am wochenende mit deinen pfadikollegen papiersammeln war... da haste wohl deine gesamten literarischen ergüsse zusammen mit ein paar "wendys" mit deinem nietengurt geschnürt.
solche sorge ist eigentlich nicht nötig, etwas schnur reicht auch...
keine sorge mara, ihr wart mit abstand die heissesten an diesem abend. einmal mehr kann ein herr nicht zwischen scremo/hc oder emo unterscheiden, was man natürlich im gelben shirt auch nicht können muss.
the aven waren nett und angenehm, leider etwas zu arg nach studenten-band ausschauend. dryconditions, solid. wie immer etwas arg viel gepose. soundtechnisch 1a. auch wenn wir das zeug langsam gehört haben.
... vielleicht sollte ich von nun an auch gelbe t-shirts tragen, um mich als death cab for cuties, oder sidewalkpoets-fan zu outen.
bye
Dass Flo in etwa soviel von Musik versteht wie du und ich vom Maschienenbau, weiss auch hier jeder.
Aber irgendetwas muss ja auch er machen.
Fabio setzt halt immer ein gewissen Szenenwissen in seinen Berichten voraus. (Kritik an Fabio! :-))
Mara, ihr habt mir trotz der Kritik von allen drei Bands am besten gefallen. Wie gesagt, hat mir bei euch lediglich ein wenig Abwechslung gefehlt, mal ein Ausbruch oder ein unerwartetes Break. Ob ihr wirklich dank dir bei Roboclip zu sehen seid, weiss ich nicht. Es ist nun mal aber so, dass Bands, bei welchen eine Frau singt, momentan vielerorts einen "Exotenbonus" geniessen (siehe z.B. The Delilahs). Denn solide Indipop/Rock-Bands gibt es einige in der Schweiz, so sehe ich auch euch, was nicht negativ gemeint ist. Falls ihr in der nächsten Zeit mal in Luzern spielt, komm ich trotzdem gerne wieder.
Yellow Shirt: Den Unterschied zwischen Emo und Screamo/HC kenn ich sehr wohl. Allerdings würd ich die Sidewalkpoets weder als Emo noch Screamo bezeichnen, sondern ganz einfach als Indiepoprock.
Andi: Bin mit "Flo" ich gemeint? Wann versteht man deiner Ansicht nach etwas von Musik? Wenn man The Mars Volta und alle hunderttausend Postpunknewwave-Bands verehrt? Übrigens: Maschinenbau schreibt man ohne ie. Hab ich in einem "Wendy" gelesen.
Mike: Danke für die Klarstellung. Die aggressivere Version von Emo wird heutzutage tatsächlich häufig als Screamo bezeichnet. Was jetzt Emo, Emocore, Metalcore oder Screamo ist, ist inzwischen häufig auch eine Frage der eigenen Sichtweise.
-schade, aber was du sagst kommt aus deiner kritik leider nicht durch! im gegenteil.
-swp mit den "the delilas" zu vergleichen humpelt schon ein bisschen arg an allen enden. erstens sind die eine reine frauenband und 2. sowas von anderer musik, sofern man das in letzeren falle so nennen will.
- in deinen rundumschlag gegen die "emo.szene" ist leider die differenzierung verloren gegangen... schade!
-stimmt "maschinenbau" hat kein "ie", aber ich bin ja auch weder studiert noch schreiberling.
- nein, du musst werder the mars volta noch newwave verehren. differenzierung heisst hier das schlagwort und ist nirgenwo so wichtig wie in der musik.
- schön, dass du doch erkennst, dass du nicht weisst, weshalb der video auf sf läuft... vielleicht ja auch weil das video für ch-standarts schlicht extrem gut ist. aber vielleicht hast du es ja auch nie gesehen.
ich find ja eigentlcih bloss, dass man nicht immer alles gleich in die tonne treten muss, nur weil man gerade nicht weiss, was man schreiben soll... dies hier hat mir stark diesen eindruck vermittelt.
roman ende!
der "rundumschlag" gegen die emoszene war eigentlich nicht als solcher gedacht, und schon gar nicht böse gemein oder so extrem ernst zu nehmen. eigentlich zähle ich mich auch mehr oder weniger zu dieser szene dazu, weil ich die musik nun mal mag, wenn auch nicht unbedingt das angesagte metalcore-zeugs.
dass das video der sidewalkpoets gut ist, hab ich auch nie bestritten. ich finde die swp nicht schlecht, im gegenteil, mir hat der auftritt sogar einigermassen gefallen. aber das hab ich ja oben schon genauer erklärt.
schlussendlich ist das halt alles geschmacksache. aber es wäre ja auch langweilig, wenn wir nur über die konzerte schreiben, die uns ohne einschränkungen gefallen haben.
und übrigens hätte ich noch einiges mehr schreiben können (von wegen in die tonne treten und nicht wissen, was zu schreiben). aber dann hätte dieser beitrag jetzt vielleicht schon doppelt so viele kommentare, und die diskussionen wären noch endloser.
trotzdem, danke, dass du diese seite besuchst. ich hab ja nix gegen konstruktive kritik.
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