Dreimal Rockmusik aus Zürich
Screamo- oder Metalcorejungs müssen eine schwarz gefärbte Playmobilfrisur, hellblaue Jeans und ultraenge, schwarze T-Shirts tragen. So lautet das ungeschriebene Gesetz. Es gab nur wenige Ausnahmen, die dieses Gesetz brachen. Auch das Publikum war schwarz getränkt. Da kam ich mir mit meine gelben Shirt ziemlich fehl am Platz vor. Und wieso musste mein Nietengürtel ausgerechnet vor ein paar Wochen kaputt gehen?!

Aber kommen wir zum wichtigeren Teil, der Musik. Eröffnet wurde der Abend von den Sidewalkpoets, welche momentan auch regelmässig auf SF zwei zu bewundern sind. Vermutlich, weil bei ihnen ein hübsch anzusehendes Mädel am Mikro steht. Die Songs waren unspektakulär, aber routiniert gespielt. Es fehlte leider ein wenig die Abwechslung. Als nächstes waren Dryconditions an der Reihe. Und sie brachten den nur etwa zur Hälfte gefüllten Holenstein mächtig zum Kochen. Sie begeisterten weniger mit herausragenden Songs, dafür umso mehr mit einer hervorragenden Bühnenshow. Dasselbe lässt sich auch von den abschliessenden Aven zu behaupten. Nicht meine Tasse, dieser äusserst tight vorgetragene Metalcore, aber die Bühne rocken können sie definitiv, da wurden ihre hübschen Frisuren ordentlich durcheinander gewirbelt.

Musikalisch war es kein überragender, aber auch kein enttäuschender Abend. Aven werden in Zukunft wohl noch viele Anhänger finden. Was mir am meisten in Erinnerung bleibt, sind aber eine Menge schwarzer Haare und eine Armee von Nietengürteln. So muss es sein, an einem Screamo-Konzert.

www.sidewalkpoets.com
www.dryconditions.ch
www.aven.ch
www.holenstein.ch