03. Oktober 2005
Indie-Pop/Rock aus Australien.
Punkrock wird ja oft abschätzig als 3-Akkord-Musik bezeichnet. Dass Indie-Pop oft auf nur 2 Akkorden beruht (zumindest in der Strophe oder in den ausufernden Instrumental-Parts) wird hingegen oft verschwiegen, von Youth Group aber eindrücklich bewiesen. Etwas zu oft vielleicht, denn nach den ersten Hördurchgängen ihres Albums "Skeleton Jar", das hierzulande seit Anfang September erhältlich ist (1,5 Jahre nach dem Release im Heimatland Australien), bleibt wenig hängen. Für eine Beschreibung reichts, die Bewertung ist hingegen noch mit Vorsicht zu geniessen. Geboten wird prächtiger Indie-Pop/Rock mit schwelgerischen Melodiebögen, gelegentlich ausufernden Gitarren, meist treibenden Drums und leider etwas zu wenig Eigenständigkeit. "Nett" ist man schnell mal geneigt zu sagen, wobei das wohl auch auf die Stimmung ankommt, in der man die Musik hört. Es soll bekanntlich auch Leute geben, die Nada Surf oder Death Cab For Cutie als "nett, mehr nicht" bezeichnen. Meist relativiert sich dieser Eindruck nach einer Weile. Ob das auch bei Youth Group der Fall sein wird bezweifle ich momentan eher, kann es aber nicht mit Sicherheit sagen. Insofern: Wer die genannten Bands mag, sollte Youth Group mal ein Ohr leihen.
7/10
Ähnliche Interpreten:
Nada Surf
Snow Patrol
Death Cab For Cutie
www.youthgroup.com.au
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g.m.