yeahyeah

Yeah!
Die Yeah Yeah Yeahs sind ja alles andere als Neulinge, mehrere hochgelobte EPs und ein Album pflastern ihren Weg, und doch muss ich zugeben, dass ich mich bis anhin rein gar nicht mit ihnen beschäftigt hatte. Da steckte nicht mal eine Absicht dahinter, irgendwie spielten sie einfach bis anhin an mir vorbei. Vielleicht machte es mir das einfacher, das neue Album "Show Your Bones" unverzüglich ins Herz zu schliessen, denn im Unterschied zu eingefleischten Fans muss ich nicht den wilden Garagen-Rock/Art-Punk-Tagen nachtrauern.

Wenn wir mal vom etwas einfallslosen Opener "Gold Lion" absehen, findet sich auf "Show Your Bones" ein toller Song am anderen. Viel Rock, Folk, Pop, wenig Punk. Exzessive Lärmattacken findet man kaum, einzig gegen Ende von "Mysteries" lässt es das Trio um die grandiose Frontfrau Karen O nochmal so richtig krachen. Ansonsten klingen die Yeah Yeah Yeahs organisch, warm, zuweilen fast so, als ob The National mit Siouxsie am Mikrofon gejammt hätten.

Der zweite Song "Way Out" bringt die Qualitäten des Albums besonders gut auf den Punkt. Einfache Songstruktur, kurze, intensive Ausbrüche, dichte Atmosphäre. So was höre ich mir nicht nur gerne an, ich verspür auch den Drang, es wieder und wieder zu hören. "Phenomena" zitiert dann frech "Staying Alive" von den Bee Gees, "Honeybear" macht deutlich, dass The Gossip ohne Tina Turner am Mikrofon besser wären, bevor mit "Cheated Heart" und "Dudley" die Über-Hits des Albums folgen. ("Dudley" zitiert im Intro ebenfalls einen Klassiker der Popgeschichte, nur will mir partout nicht in den Sinn kommen, welchen…)

Nach zwei weiteren Perlen ("Warriors" und "Turn Into") und exakt 39 Minuten Spielzeit ist dann erst mal Schluss, aber wie sagt man so schön: Für Platten wie diese wurde die Repeat-Taste erfunden…

8/10

Ähnliche Interpreten:
Siouxsie And The Banshees
Blonde Redhead
The Gossip
The Kills

www.yeahyeahyeahs.com