wolfmother

Wolf im Wolfspelz.
Wo kommen eigentlich plötzlich all die Wölfe her? Patrick Wolf, Wolf Eyes, Wolf Parade und jetzt Wolfmother. Musikalisch haben sie wenig gemeinsam, aber allesamt machen sie Musik, die man garantiert nicht einfach so nebenbei hören kann/will. Wolfmother, die Neulinge im Rudel, hinterlassen momentan die kräftigste Duftmarke, mit ihrem räudigen Gemisch aus Heavy Metal, Blues und (Hard-)Rock stossen sie überall offene Türen ein. Es scheint, als habe man allenthalben auf ein Album wie das selbstbetitelte Debut von Wolfmother gewartet, welches eingepackt in eine Fantasy-Ästhetik die Riffs und Gesangseskapaden der 70er aufleben lässt, mit ausschweifenden Instrumentalparts nicht spart ("Love Train" überrascht gar mit einem Querflötensolo) und das Ganze gerne mit einem Schuss Psychedelik abschmeckt. Allerdings wäre es etwas verkürzt, Wolfmother bloss als Neuauflage von 70er-Hardrockgrössen wie Deep Purple, Black Sabbath oder Led Zeppelin zu sehen. Da steckt nämlich auch ziemlich viel Garagen-Rock drin, der Gesang (oft auch die Gitarrenarbeit) erinnert nicht selten an Jack White (The White Stripes/Raconteurs), manchmal fühlt man sich auch an die Landsmänner von Jet erinnert. Zu all dem gesellt sich eine grosse Portion Popappeal, was das Album auch in die Stuben von Leuten bringen dürfte, die ansonsten mit Heavy Metal wenig am Hut haben.

Hörproben findet ihr hier: www.myspace.com/wolfmother

8/10

Ähnliche Interpreten:
The White Stripes
Led Zeppelin
Deep Purple

www.wolfmother.com