Für Fans von...
Man könnte es sich einfach machen und sagen: Magst du Modest Mouse und Arcade Fire, dann gefallen dir auch Wolf Parade! Man könnte den Bogen auch etwas weiter spannen, die Pixies erwähnen, Talking Heads oder auch Spoon. Oder Neutral Milk Hotel. Oder aber man faselt was von "betrunkener Glückseligkeit", "verschroben aber äusserst liebenswert", "melancholisch ("Modern World") bis tanzbar ("We Built Another World")", "mal eher Gitarren-lastig, dann wieder eher Synthie-orientiert" oder "immer stehen die Stimmen im Zentrum, die in bester David Byrne-Manier die Texte mehr vortragen statt sie zu singen"...

Man könnte all dies tun, wird diesem grandiosen Stück Indie-Rock aber doch nicht gerecht. Wie oft hab ich das Album eigentlich schon in den CD-Player gelegt, mich daneben gesetzt und versucht, die richtigen Sätze zur Beschreibung zu finden? Ich mag nicht mehr zählen. Immerhin: Die Schwierigkeit, meine Begeisterung in Worte zu fassen, sowie der wachsende Wille, es dennoch zu tun, dürfen als Qualitätsmerkmal gedeutet werden.

Sind die besten Platten also die, für die man kaum Worte findet? Stimmt so wahrscheinlich nicht. Was stimmt ist: "Apologies To The Queen Mary" ist gut. Verdammt gut sogar. Und ein heisser Anwärter aufs Album des Jahres, zumindest im Indie-Rock-Bereich. Was die EP versprach, hält das Album voll und ganz.

10/10

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