06. Dezember 2005
BIFFY CLYRO - Infinity Land (Beggars Banquet/Musikvertrieb)
Ich muss zugeben, mit „Infinity Land“ nicht weniger als einem Meisterwerk gerechnet zu haben. Die ersten beiden Alben gehören zu meinen ewigen Top Ten, „The Vertigo Of Bliss“ war etwas vom Atemberaubendsten, was mir jemals zu Ohren gekommen ist. Biffy Clyro verstehen es wie keine andere Band, Alternative, HC, Emo, Metal, Artrock und Pop zu einem unverwechselbaren Brei zusammenzumixen. Das Schöne daran ist, dass ich auch ein Jahr nach der Veröffentlichung bei jedem Hören wieder etwas Neues an den Songs entdecke. Bis auf wenige Ausnahmen folgt kein Song einem gängigen Schema, krachige Riffs folgen auf dreistimmige Gesangspartien, hysterisches Geschrei auf Glockenspiel.
Die Anfangssequenz von „Glitter And Trauma“ besteht aus einem Elektrorhythmus, der nahtlos in die ersten Schlagzeugtakte übergeht. Und schon da ziehen die drei Schotten alle Register. Eine vertrackte Strophe, eine Foo Fighters artige Bridge, ein Killer Riff. „My Recover Injection“ verbindet Funk mit Heavy Metal, “Some Kind Of Wizard”, mit seinem hochmelodiösen Refrain, ist einer der besten Rocksongs des Jahres. Dass die ewig unterschätzen Far einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben, ist bei „Wave Upon Wave Upon Wave“ deutlich zu hören. Nicht wirklich ein Song, aber trotzdem zu erwähnen, ist There’s No Such Thing As Crasp“. Ein einminütiges à Capella Stück, dass die Gesangsmelodie vom darauffolgenden „There’s No Such Thing As A Jaggy Snake“ vorwegnimmt, welches endgültig das ganze Können von Biffy Clyro aufzeigt. Selbst Mike Patton wäre stolz auf ein derart geisteskrankes Gekreische. Knappe fünf Minuten pure Emotionen und Energie.
Im Prinzip könnte man über jeden einzelnen Song ein halbseitiges Loblied singen, aber wir wollen an dieser Stelle mal nicht übertreiben. Biffy Clyro sind ganz einfach nicht in Worte zu fassen. Unglaublich, dass innerhalb von drei Jahren nicht weniger als drei Alben aufgenommen wurden. Lange kann es bis zum nächsten Wurf also nicht mehr dauern. Das wäre dann somit mein meisterwartetes Album von 2006. Diese Band ist wohl unfähig, zu enttäuschen...
9/10
Ähnliche Interpreten:
Fightstar
Reuben
Far
www.biffyclyro.com
Die Anfangssequenz von „Glitter And Trauma“ besteht aus einem Elektrorhythmus, der nahtlos in die ersten Schlagzeugtakte übergeht. Und schon da ziehen die drei Schotten alle Register. Eine vertrackte Strophe, eine Foo Fighters artige Bridge, ein Killer Riff. „My Recover Injection“ verbindet Funk mit Heavy Metal, “Some Kind Of Wizard”, mit seinem hochmelodiösen Refrain, ist einer der besten Rocksongs des Jahres. Dass die ewig unterschätzen Far einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben, ist bei „Wave Upon Wave Upon Wave“ deutlich zu hören. Nicht wirklich ein Song, aber trotzdem zu erwähnen, ist There’s No Such Thing As Crasp“. Ein einminütiges à Capella Stück, dass die Gesangsmelodie vom darauffolgenden „There’s No Such Thing As A Jaggy Snake“ vorwegnimmt, welches endgültig das ganze Können von Biffy Clyro aufzeigt. Selbst Mike Patton wäre stolz auf ein derart geisteskrankes Gekreische. Knappe fünf Minuten pure Emotionen und Energie.
Im Prinzip könnte man über jeden einzelnen Song ein halbseitiges Loblied singen, aber wir wollen an dieser Stelle mal nicht übertreiben. Biffy Clyro sind ganz einfach nicht in Worte zu fassen. Unglaublich, dass innerhalb von drei Jahren nicht weniger als drei Alben aufgenommen wurden. Lange kann es bis zum nächsten Wurf also nicht mehr dauern. Das wäre dann somit mein meisterwartetes Album von 2006. Diese Band ist wohl unfähig, zu enttäuschen...
9/10
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