Eine weitere interessante Indierock-Band aus Italien
Mit Alben von Redworm’s Farm und Settlefish haben wir an dieser Stelle bereits zwei hochkarätige Alben von italienischen Indierockbands vorgestellt. „Il Suicido Dei Samurai“ steht diesen Werken in nichts nach. Mit den beiden anderen kann Verdena aber nur qualitativ verglichen werden, denn ihre Musik bewegt sich weder in Richtung Post-Punk noch unzugänglicher Emopostrock. Zudem wird hier nicht englisch mit italienischem Akzent gesungen, sondern ausnahmslos italienisch. Zwei Jahre ist es her, dass diese Platte in Italien veröffentlicht wurde. Während sie nun endlich auch hier offiziell erscheint, befinden sich die vier Italiener bereits wieder im Studio, um den Nachfolger aufzunehmen.

Verdena haben ihre Hausaufgaben gemacht. Es wurde viel Smashing Pumpkins, Radiohead und Muse gehört. Aber auch Namen wie Elliott oder Favez scheinen keine Unbekannten zu sein. Beim Opener „Logorrea (esperti all’opera)" schauen sogar die Garagerocker von The Vines kurz vorbei. Die Einflüsse sind also relativ weitläufig. Trotzdem schaffen es Verdena irgendwie, eigenständig zu klingen. Hier handelt es sich um Rockmusik, keine Frage. Dennoch wird auch mal einen Gang zurückgeschaltet, so zum Beispiel beim wunderbar melodiösen „Mina“, welches ein wenig an die ruhigen Momente von Blackmail erinnert. „Elefante“ brettert dann wieder eifrig nach vorne, bevor wir mit dem Höhepunkt dieser Platte, dem sechseinhalbminütigen „Glamodrama“ beglückt werden.

Verdena haben das Zeug, ganz gross zu werden. Immerhin waren sie in diesem Jahr schon als Support von Dredg unterwegs. Wenn dann die etwas langatmigen Momente noch ein weinig dezimiert werden können, werden sie in Zukunft mit Sicherheit zur internationalen Elite gehören.

7/10

Ähnliche Interpreten:
Serafin
Placebo
Favez

www.verdena.com