22. Juli 2005
TRANSPLANTS – Haunted Cities (La Salle/Warner)

Man nehme Mastermind Tim Armstrong, ein wenig Rancid, setze Blink182's Travis an die Drums, nehme ein paar nahmhafte Rapper dazu, mixe das Ganze mit allen gängigen Musikstilen und fertig ist "Haunted Cities" von Transplants...
Punkig vor allem wegen der Besetzung und deren Einstellung: „We do whatever the fuck we want!“ Und dieses Motto kosten sie in allen Zügen aus.
Mit Featurings von Boo Yaa Tribe im sommerlichen Feelgoodsong „What I Can’t Describe“, oder Rap-Einlagen von Cypress Hill’s Sen Dog in „Not Today“ werten sie die neue Scheibe zusätzlich auf.
Eine nicht ganz leicht verdauliche CD, aufgrund nicht besonders aufeinander abgestimmter Songs. Es ist mir auch nicht ganz klar, welche Zielgruppe mit The Transplants eigentlich angesprochen werden will. Spielt aber eigentlich keine Rolle, weil die Members von Transplants in ihren Karrieren zusammengerechnet satte 15 Mio. Tonträger verkauft haben, und schliesslich: „We do what the fuck we want!“
Obwohl einige Songs auch in einem etwas einfallslosen Rancid-Punkrock-Brei untergehen („Not Today“, „Pay Any Price“), ist es alles in allem ein abwechslungsreiches und absolut hörenswertes Album für alle, die handgemachte Punkrock-Hip-Hop-Beats mögen. Mit „Gangsters & Thugs“ ist den Jungs gar ein echter Dancehall-Breakbeat-Hit gelungen. Ob die Platte auch ohne Allstar-Besetzung einen solchen Anklang finden würde, sei dahingestellt. Alle 77-Punks und real Homies sollten ihr Finger davon lassen, alle die musikalisch open-minded sind, unbedingt zugreifen.
Da 7 Punkte mittlerweile für „ganz okay“ stehen, muss ich dieser Platte wohl mindestens 8 von 10 Punkten geben... Also...
8/10
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