16. August 2005
TOM McRAE – All Maps Welcome (Sony BMG)
"All Maps Welcome” ist der perfekte Soundtrack für den diesjährigen verregneten Sommer. Also eigentlich gar kein Sommeralbum. Tom McRae ist ein Melancholiker, und er versucht er gar nicht erst, dies zu verstecken. Seine Songs handeln von Verlusten, unerwiderter Liebe und Schmerz.
Normalerweise höre ich zur Sommerzeit Jack Johnson. Nun scheint es, als sei dem schlechten Wetter doch noch etwas Positives abzugewinnen. Denn während Jack Johnson in meinem Regal verstaubt, leidet mir Tom McRae nun schon seit etwa zwei Monaten aus den Boxen entgegen. Leiden kann ja so schön sein, zumindest für den Zuhörer. Spätestens beim „Humming Bird Song“ überzeugt uns McRae vollends von seinen Qualitäten. Mehr als eine Akustikgitarre und eine zerbrechliche Stimme braucht er nicht, um uns in seinen Bann zu ziehen. Wer jetzt denkt, es könne nicht mehr besser werden, der irrt. Es kann! Und das tut es auch. Zum Beispiel mit „It Ain’t You“, dem besten der insgesamt elf Tracks.
Der gebürtige Engländer McRae ist inzwischen nach Los Angeles umgezogen, was, nach eigenen Angaben, auch für die etwas positivere Stimmung als auf den beiden Vorgängern verantwortlich ist. Für gute Laune wird dieses Album wohl trotzdem nicht sorgen. Als Beispiel sei hier das tieftraurige „My Vampire Heart“ erwähnt.
Mit „All Maps Welcome“ wendet sich McRae, mit wenigen Ausnahmen, endgültig der Kammer-Songwriter-Kunst zu, was bereits bei seinem Werk von 2002, „Just Like Blood“, zu erkennen war. Und er tat gut daran, diesen Weg weiter zu verfolgen, denn wir haben es hier mit der besten Singer / Songwriter Platte seit Damien Rice’s „O“ zu tun.
8/10
Ähnliche Interpreten:
Damien Rice
Elliot Smith
Ryan Adams
www.tommcrae.com
Normalerweise höre ich zur Sommerzeit Jack Johnson. Nun scheint es, als sei dem schlechten Wetter doch noch etwas Positives abzugewinnen. Denn während Jack Johnson in meinem Regal verstaubt, leidet mir Tom McRae nun schon seit etwa zwei Monaten aus den Boxen entgegen. Leiden kann ja so schön sein, zumindest für den Zuhörer. Spätestens beim „Humming Bird Song“ überzeugt uns McRae vollends von seinen Qualitäten. Mehr als eine Akustikgitarre und eine zerbrechliche Stimme braucht er nicht, um uns in seinen Bann zu ziehen. Wer jetzt denkt, es könne nicht mehr besser werden, der irrt. Es kann! Und das tut es auch. Zum Beispiel mit „It Ain’t You“, dem besten der insgesamt elf Tracks.
Der gebürtige Engländer McRae ist inzwischen nach Los Angeles umgezogen, was, nach eigenen Angaben, auch für die etwas positivere Stimmung als auf den beiden Vorgängern verantwortlich ist. Für gute Laune wird dieses Album wohl trotzdem nicht sorgen. Als Beispiel sei hier das tieftraurige „My Vampire Heart“ erwähnt.
Mit „All Maps Welcome“ wendet sich McRae, mit wenigen Ausnahmen, endgültig der Kammer-Songwriter-Kunst zu, was bereits bei seinem Werk von 2002, „Just Like Blood“, zu erkennen war. Und er tat gut daran, diesen Weg weiter zu verfolgen, denn wir haben es hier mit der besten Singer / Songwriter Platte seit Damien Rice’s „O“ zu tun.
8/10
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