24. April 2005
TO THE VANISHING POINT - This Is Where It All Began (Saïko Records/Irascible)

Das Wallis hat mehr zu bieten als raue Bergwelt, Weisswein und Raclette-Käse. Zum Beispiel To The Vanishing Point, die mich mit ihrem Debut „This Is Where It All Began“ vom ersten Ton an zu fesseln vermögen. Cleverer Indie-Pop trifft auf Wohnzimmer-Elektronik und verbreitet eine wunderbar intime Atmosphäre.
Zuweilen drücken To The Vanishing Point aber auch ordentlich aufs (Indie-)Rock-Pedal, etwa bei "Anyway" oder in den fesselnden Refrains von "Voices" oder "The quiet son", bei denen die sorgfältig arrangierte Zweitstimme für Gänsehaut sorgt.
Emotional erreicht die Platte ihren Höhepunkt im wunderschönen Song „The Monsters Hiding Under My Bed“, welcher von Favez-Sänger Chris Wicky mit einer zweiten Stimme veredelt wird und in welchem sich ein repetitiver Piano-Part ins Hirn des Hörers hämmert.
Ganz gross ist auch der Titeltrack „To The Vanishing Point“: ruhige Strophe versetzt mit einem lauten Refrain, das kennt man. Aber dann am Schluss, wenn andere Songs eigentlich schon fertig sind, setzen sie einen drauf, spielen sich in einen Rausch der fast schon Mogwai’sche Züge annimmt.
"This Is Where It All Began" ist sicherlich eine der besten Indie-Pop-Platten, die hierzulande je produziert worden ist. Zu hoffen ist, dass das auch ausserhalb der Grenzen unseres kleinen Landes bemerkt wird, denn das vielbeschworene "internationale Potential" ist hier im Überfluss vorhanden.
8/10
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www.tothevanishingpoint.com



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