Wie Bert ohne Ernie.
Sie machen es einem nicht gerade leicht. Zuerst schmeissen sie mit ihrem selbstbetitelten Debüt zwar ein sehr gutes Werk auf den Markt, machen sich mit dessen Erfolg aber mitschuldig am damals aufkommenden Screamo-Hype. Danach folgte ein höchst bescheidenes Zweitwerk. Auf Lies For The Liars schreit Bert McCracken sogar wieder ab und zu. Gut? Naja.

Ein paar Songs, die zumindest besser als alles auf “In Love And Death” daherkommen, sind schon zu finden. „The Ripper“ zum Beispiel rockt ordentlich nach vorne, „Wake The Dead“ macht auch durchaus Laune, obwohl schamlos von den Freunden von My Chemical Romance abgekupfert. A propos abkupfern: Das haben sie ganz gut gelernt. Die Streichereinsätze auf „The Bird And The Worm“ oder auch der Discorhythmus von „Hospita“l klingen äusserst verdächtig nach Panic! At The Disco Zirkus, ganz zu schweigen von “Paralyzed”. Für eine kleine Überraschung sorgt zwischendurch das ruhig gehaltene, elektronisch angehauchte „Find A Way“.

Für 14-jährige Kajal-Emoboys und Girls mag das vielleicht Emo sein. Ist es aber nicht. Das nächste Mal ein bisschen mehr Eigenständigkeit und Entschlossenheit, bitte. Ach ja, noch etwas. „Let me be the one that calls you baby all the time“, gehört in der Abschlussballade “Smother Me”, ist ja wohl einer der grausigsten Stellen aus einem Songtext der letzten Jahre. Jungs, das könnt ihr doch besser!



Ähnliche Interpreten:
My Chemical Romance
Story Of The Year
Panic! At The Disco

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