23. Mai 2006
THE RACONTEURS – Broken Boy Soldiers (XL/Musikvertrieb)
Irgendwie fand ich The White Stripes schon immer ganz gut. Denn ich bin einer derer, die finden, dass Musik nicht unbedingt gut klingen muss, um gut zu sein. Der Song macht die Musik. Und wenn ich sage Song, dann meine ich Song. Kein HipHop, kein Hardcore und auch keine The-Mars-Volta-Ideensammlung, sondern einen Song, wie die Beatles ihn erfanden. Bei den White Stripes, ja bei den White Stripes allerdings, fand ich schon seit jeher, dass Jack seine Schwester einfach vor ein Ultimatum stellen und ihr klipp und klar sagen müsste: „Entweder du lernst jetzt Schlagzeug spielen, oder du bist raus!“
Jack ist das etwas diplomatischer angegangen und hat mit ein paar Kumpels eine Zweitband gegründet. Kein Nebenprojekt, sondern eine Zweitband. Mit dabei sind die One-Man-Band Brendan Benson und die Rhythmussektion von The Greenhornes, Jack Lawrence und Patrick Keeler.
Als ich den Clip zu „Steady As She Goes“ sah, dachte ich mir, was ist denn das für eine geile Band?! Und als ich rausfand, dass da der Jack mitmischt, dankte ich Gott, trotz meines Daseins als bekennender Agnostiker, dass er meine Gebete erhört hatte. Ich betete also weiter, dass die ganze Platte so gut wie der Aperitif sein möge. Mit „Store Bought Bones“, der als zweiter Song auf der überaus hübschen Raconteurs-DOS-Design-Website angeboten wird, konnte ich mich auch noch anfreunden. Einiges verspielter und experimenteller als „Steady As She Goes“, aber nett anzuhören und mit einer Riff-Idee, die ich auch schon mal hatte.
Als ich mir dann endlich das ganze Album anhören konnte, war ich erstmal nicht begeistert. - Was dann auch so blieb. Ich war erfreut über eine neue gute Band, aber definitiv nicht begeistert. Denn eigentlich gibt es an „Broken Boy Soldiers“ nicht viel auszusetzen, aber leider auch nichts hervorzuheben. Zuviel 70er Jahre Revival, zu viele Experimente anstelle eingängiger guter Rocksongs à la „Steady…“. Wieso bloss? Ich meine, 70er Jahre kann ich anhand der Bandbesetzung ja noch verstehen… Ansonsten sind in The Raconteurs mit Brendan Benson und Jack White zwei geniale Songwriter und Sänger vereint, die weitaus mehr hätten hervorbringen können.
Mein absoluter Favourite neben "Steady As She Goes", ist Bensons "Together", den ich gerne für eine bei-Regen-aus-dem-Fenster-schauen-Szene in meinem ersten Film benutzen würde.
Fazit: Nicht übel, aber die Single allein hätte es auch getan.
Und kauft euch lieber das Album von Brendan Benson.
6/10
Ähnliche Interpreten:
Brendan Benson
The Greenhornes
The White Stripes
www.theraconteurs.com
Jack ist das etwas diplomatischer angegangen und hat mit ein paar Kumpels eine Zweitband gegründet. Kein Nebenprojekt, sondern eine Zweitband. Mit dabei sind die One-Man-Band Brendan Benson und die Rhythmussektion von The Greenhornes, Jack Lawrence und Patrick Keeler.
Als ich den Clip zu „Steady As She Goes“ sah, dachte ich mir, was ist denn das für eine geile Band?! Und als ich rausfand, dass da der Jack mitmischt, dankte ich Gott, trotz meines Daseins als bekennender Agnostiker, dass er meine Gebete erhört hatte. Ich betete also weiter, dass die ganze Platte so gut wie der Aperitif sein möge. Mit „Store Bought Bones“, der als zweiter Song auf der überaus hübschen Raconteurs-DOS-Design-Website angeboten wird, konnte ich mich auch noch anfreunden. Einiges verspielter und experimenteller als „Steady As She Goes“, aber nett anzuhören und mit einer Riff-Idee, die ich auch schon mal hatte.
Als ich mir dann endlich das ganze Album anhören konnte, war ich erstmal nicht begeistert. - Was dann auch so blieb. Ich war erfreut über eine neue gute Band, aber definitiv nicht begeistert. Denn eigentlich gibt es an „Broken Boy Soldiers“ nicht viel auszusetzen, aber leider auch nichts hervorzuheben. Zuviel 70er Jahre Revival, zu viele Experimente anstelle eingängiger guter Rocksongs à la „Steady…“. Wieso bloss? Ich meine, 70er Jahre kann ich anhand der Bandbesetzung ja noch verstehen… Ansonsten sind in The Raconteurs mit Brendan Benson und Jack White zwei geniale Songwriter und Sänger vereint, die weitaus mehr hätten hervorbringen können.
Mein absoluter Favourite neben "Steady As She Goes", ist Bensons "Together", den ich gerne für eine bei-Regen-aus-dem-Fenster-schauen-Szene in meinem ersten Film benutzen würde.
Fazit: Nicht übel, aber die Single allein hätte es auch getan.
Und kauft euch lieber das Album von Brendan Benson.
6/10
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Brendan Benson
The Greenhornes
The White Stripes
www.theraconteurs.com




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