Die neue Pop-Sensation aus Grossbritannien? Von wegen, The Others sind eine waschechte Punkband.
Zumindest was Sound und Attitude anbelangt unterscheiden sich The Others doch deutlich von aktuell angesagten Bands wie Bloc Party, Kaiser Chiefs, Franz Ferdinand etc. Insofern passt der Bandname "The Others" ganz gut.

Versucht man die Wurzeln der Musik von The Others aufzudecken, landet man recht schnell bei den Urvätern des britischen Punkrocks, den Sex Pistols. Natürlich entfalten The Others nicht dieselbe erschütternde Wirkung wie die Pistols Ende der 70er Jahre, aber eine gewisse Rotzigkeit und eine deftige Portion "Asozialheit" zieht sich wie ein roter Faden durch das selbstbetitelte Debut-Album. Referenz-Bands wie New Order oder Talking Heads kann man sich hier gleich an den Hut stecken, The Other rocken und rotzen drauflos und lassen die "thinking men" weit hinter sich.

Das funktioniert oft ganz gut und hat was ungemein Frisches, zwischendurch schleicht sich aber auch die ein oder andere Nullnummer ein, bei der die Songidee vor lauter Dreck verloren geht (z.B. der lahme Ramones-meets-Sex Pistols Rip Off "Almanac"). Aber Hits wie der Opener "Lackey" oder der etwas ruhigere Song "Johan" zünden schon beim zweiten Hördurchgang ganz ordentlich und auch der leicht an McLusky gemahnende Noise-Smasher "Psychovision" weiss zu gefallen.

7/10

Ähnliche Interpreten:
The Sex Pistols
The Undertones

www.letskilltheothers.com