29. Mai 2008
THE NOTWIST - The Devil, You + Me (City Slang/TBA)
Nein, die deutsche Indie-Institution The Notwist spielt auf ihren 6. Album in der mittlerweile bald 20-jährigen Bandgeschichte nicht mit Afrobeats und lateinamerikanischen Rhythmen. Weltmusik passt für mich als Beschreibung trotzdem, weil es Notwist einmal mehr schaffen, eine Platte zu erschaffen die eine Welt für sich darstellt. Ein nahezu perfekte Welt, in der wunderschöne Melodien, sanfte Akustikgitarren, störrische Elektronik und pulsierende Streichersätze symbiotisch interagieren. Eine ungemein verführerische Welt, für die man die gegenwärtige sofort aufgeben würde.
Schon der Vorgänger "Neon Golden" aus dem Jahr 2002 war eine dieser Platten, die man immer und immer wieder auflegen kann und bei der es immer und immer wieder was neues zu entdecken gibt. "The Devil, You + Me" übertrifft diese Vielschichtigkeit fast noch, ohne aber je überladen zu wirken. Mit äusserster Sorgfalt und Präzision, aber ohne jeden Ansatz von klinischer Sterilität gehen Notwist ans Werk und entführen den Hörer eine knappe Dreiviertelstunde lang in ein Paralleluniversum, das man nur ungern wieder verlässt. Wo beim Vorgänger noch vereinzelte Songs herausstachen ("Pilot", "Pick Up The Phone", "One With The Freaks"), gibt sich "The Devil..." noch homogener und ist somit auch ein Statement für das Album als Gesamtkunstwerk und gegen die "einzelne-Songs-hören"-Mentalität, der immer mehr Musikhörer zu verfallen scheinen.
Auch wenn "The Devil, You + Me" ein eher zurückhaltendes Album ist: Nach etwas schreit es geradezu. Nämlich mit Kopfhörern gehört zu werden. Wer dies nicht tut, erlebt höchstens 50% des vollen Genusses. Und ich rede nicht vom Hören mit iPod-Kopfhörern im Bus, sondern mit anständigen Kopfhörern, zuhause auf dem Sofa. Mit einem Glas Rotwein. Am besten bei Sonnenuntergang. Und natürlich auf Vinyl.
Kommenden Samstag sind The Notwist übrigens live an der Bad Bonn Kilbi zu erleben (nebst Cat Power, Boris, Beach House, Why? uvm.). Wer noch kein Ticket hat hat Pech gehabt, für den Samstag sind - wie zu erwarten bei diesem Line-Up - keine Tickets mehr erhältlich.
www.myspace.com/notwist
Schon der Vorgänger "Neon Golden" aus dem Jahr 2002 war eine dieser Platten, die man immer und immer wieder auflegen kann und bei der es immer und immer wieder was neues zu entdecken gibt. "The Devil, You + Me" übertrifft diese Vielschichtigkeit fast noch, ohne aber je überladen zu wirken. Mit äusserster Sorgfalt und Präzision, aber ohne jeden Ansatz von klinischer Sterilität gehen Notwist ans Werk und entführen den Hörer eine knappe Dreiviertelstunde lang in ein Paralleluniversum, das man nur ungern wieder verlässt. Wo beim Vorgänger noch vereinzelte Songs herausstachen ("Pilot", "Pick Up The Phone", "One With The Freaks"), gibt sich "The Devil..." noch homogener und ist somit auch ein Statement für das Album als Gesamtkunstwerk und gegen die "einzelne-Songs-hören"-Mentalität, der immer mehr Musikhörer zu verfallen scheinen.
Auch wenn "The Devil, You + Me" ein eher zurückhaltendes Album ist: Nach etwas schreit es geradezu. Nämlich mit Kopfhörern gehört zu werden. Wer dies nicht tut, erlebt höchstens 50% des vollen Genusses. Und ich rede nicht vom Hören mit iPod-Kopfhörern im Bus, sondern mit anständigen Kopfhörern, zuhause auf dem Sofa. Mit einem Glas Rotwein. Am besten bei Sonnenuntergang. Und natürlich auf Vinyl.
Kommenden Samstag sind The Notwist übrigens live an der Bad Bonn Kilbi zu erleben (nebst Cat Power, Boris, Beach House, Why? uvm.). Wer noch kein Ticket hat hat Pech gehabt, für den Samstag sind - wie zu erwarten bei diesem Line-Up - keine Tickets mehr erhältlich.
www.myspace.com/notwist




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