10. September 2006
THE MARS VOLTA – Amputechture (Gold Standard Labs/Universal)
Es ist so eine Sache mit neuen The Mars Volta Alben. Nach dem revolutionären Meilenstein „De-Loused In The Comatorium“ wurde vor der Veröffentlichung des Zweitlings „Frances The Mute“ auf einen ähnlichen Geniestreich gehofft. Diese Hoffnungen wurden allerdings nicht erfüllt, „Frances The Mute“ war noch komplizierter, noch frickeliger, noch mühsamer, und irgendwie schien die anfängliche Unbekümmertheit jetzt nur noch konstruiert und mühsam zusammengeschustert.
„Amputechture“ ist das erste Album von The Mars Volta, welches nicht einem Gesamtkonzept unterliegt. Das Musikalische kennen wir ja inzwischen. Prog, Jazz, Salsa, und Classicrock, das sind nach wie vor die Stilelemente, bei denen sich Band- und Gitarrenguru Omar A. Rodriguez-Lopez und Robert Plant-Imitator Cedric Bixler-Zavala bedienen. Das kann keine andere Band besser, keine Frage. Viel hat sich ja nicht geändert. Die (meisten) Songs sind immer noch lang, der längste davon 17 Minuten. Ein Popsong (für The Mars Volta-Verhältnisse) ist auch wieder vorhanden. Im Vergleich zu „Frances The Mute“ ist „Amputechture“ fast schon ein bisschen eingängig. Ausserdem fehlt zwischen all den zu Songs verarbeiteten Versatzstücken irgendwie eine zündende Idee, wie es auf „De-Loused...“ noch der Fall war. Selbstzitat statt Weiterentwicklung. Wobei sich natürlich die Frage stellt, ob sich The Mars Volta überhaupt weiterentwickeln können. Etwas völlig Anderes, ein Popalbum etwa, werden uns die beiden texanischen Afros wohl nie auftischen.
Stagnation auf höchstem Niveau. Welch schöne Floskel. Auf „Amputechture“ trifft sie zu. Musikalisch und spieltechnisch genial, aber ohne Überraschungen. The Mars Volta, so wie man sie liebt oder hasst. Einen Punkt Abzug gibt’s für „Asilos Magdalena“. Überlasst sowas doch zukünftig Juanes oder anderen Latino-Schmalzlocken!
6/10
Ähnliche Interpreten:
At The Drive-In
Coheed And Cambria
Led Zeppelin
www.themarsvolta.com
„Amputechture“ ist das erste Album von The Mars Volta, welches nicht einem Gesamtkonzept unterliegt. Das Musikalische kennen wir ja inzwischen. Prog, Jazz, Salsa, und Classicrock, das sind nach wie vor die Stilelemente, bei denen sich Band- und Gitarrenguru Omar A. Rodriguez-Lopez und Robert Plant-Imitator Cedric Bixler-Zavala bedienen. Das kann keine andere Band besser, keine Frage. Viel hat sich ja nicht geändert. Die (meisten) Songs sind immer noch lang, der längste davon 17 Minuten. Ein Popsong (für The Mars Volta-Verhältnisse) ist auch wieder vorhanden. Im Vergleich zu „Frances The Mute“ ist „Amputechture“ fast schon ein bisschen eingängig. Ausserdem fehlt zwischen all den zu Songs verarbeiteten Versatzstücken irgendwie eine zündende Idee, wie es auf „De-Loused...“ noch der Fall war. Selbstzitat statt Weiterentwicklung. Wobei sich natürlich die Frage stellt, ob sich The Mars Volta überhaupt weiterentwickeln können. Etwas völlig Anderes, ein Popalbum etwa, werden uns die beiden texanischen Afros wohl nie auftischen.
Stagnation auf höchstem Niveau. Welch schöne Floskel. Auf „Amputechture“ trifft sie zu. Musikalisch und spieltechnisch genial, aber ohne Überraschungen. The Mars Volta, so wie man sie liebt oder hasst. Einen Punkt Abzug gibt’s für „Asilos Magdalena“. Überlasst sowas doch zukünftig Juanes oder anderen Latino-Schmalzlocken!
6/10
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