18. Januar 2007
THE GOOD, THE BAD & THE QUEEN - s/t (Parlophone/EMI)
...und ein Staraufgebot nicht zwingend eine gute Platte. Hinter The Good, The Bad & The Queen verbergen sich - das dürfte mittlerweile bekannt sein - Damon Albarn (Blur, Gorillaz), Paul Simonon (The Clash), Simon Tong (The Verve) und Tony Allen (Fela Kuti), produziert wurde ihr Debut von Danger Mouse (Gnarls Barkley). Auf dem Papier sieht das grossartig aus, im CD-Player klingt's aber erstmals ernüchternd. Kein Paukenschlag, kein Überhit. Einfach ein paar nette Songs mit Reggae-Grooves, elektronischen Versatzstücken, folkigen Tönen, etwas World Music, natürlich einem kräftigen Schuss Pop-Appeal und Damon Albarns unverwechselbar lakonischer Stimme. Aber man sollte die Platte nicht zu früh abschreiben. Einfach nochmals reinhören und schon beginnt die Platte Konturen anzunehmen, einzelne Songs beginnen aufzufallen. "Three Changes" etwa, der mit seinem verspielten Rhythmus brilliert oder die aktuelle Single "Kingdom Of Doom", die gerade so gut als neue Blur-Single durchgehen würde... Wer die späten, weniger greifbaren Blur mochte und an einer abgespeckten Version der Gorillaz (ohne Hip-Hop-Elemente) Gefallen finden könnte, dürfte sich ziemlich sicher auch für TGTB&TQ begeistern können. Wie lange die Begeisterung anhalten wird, kann ich beim besten Willen nicht voraussagen...
www.thegoodthebadandthequeen.com
www.myspace.com/thegoodthebadandthequeen
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