dodos

In der Kürze läge die Würze.
Stimme, Akustikgitarre, diverse Percussionsinstrumente. Mehr brauchen die sperrig inszenierten, aber im Kern äusserst liebenswerten Lo-Fi-Folk-Pop-Songs von The Dodos nicht um beim Hörer einen gewaltigen Eindruck zu hinterlassen. Die Melodien sind eindringlich, die schrammelige, gelegentlich bluesig-angehauchte Gitarre ebenso rhythmisch wie melodiös gespielt, das Drumming aufregend verschwurbelt. Die Stimmung die erzielt wird liegt irgendwo zwischen The Evens (dem akustischen Nebenprojekt von Fugazi-Sänger Ian McKaye) und Okkervil River. "Visiter" wäre ein grossartiges Album, wenn sich The Dodos denn bloss ein wenig zurückgenommen hätten und den ein oder anderen überflüssigen Song weggelassen hätten (ein Kandidat wäre das fast 6-minütige "Jodi", in dem kaum was passiert, was nicht besser in einem anderen Song zu finden ist). Sprich: Die Platte ist mit fast einer Stunde Spielzeit viel zu lang. Aber sowas nennt man wohl Meckern auf hohem Niveau...

www.myspace.com/thedodos