24. Juni 2005
THE DEPARTURE - Dirty Words (Parlophone/EMI)

England, New Wave, ihr wisst schon...
Aber: die Jungs können Songs schreiben, die hängen bleiben. Weniger Punk als etwa Maximo Park oder Futureheads, dafür mehr Funk (v.a. der Bass) und Pop (die ziemlich "fette" Produktion) ist ihre Devise. Richtig losrocken tun The Departure nie, was dem Hörvergnügen aber keinen Abbruch tut (dem Zuschau-Vergnügen hingegen schon, um noch einmal - zum letzten Mal - auf die lahme Live-Darbietung zu sprechen zu kommen). "All Mapped Out" ist eine wirklich gute Single, deren Stop 'n' Go-Rhythmik (Devo lässt mal wieder grüssen) für Aufhorchen sorgt, und auch "Talkshow" und "Only Human" werden ihren Weg ins Set von manchen Indie-DJ's finden.
Was der Platte und der Band aber leider fehlt ist Charisma. Zu hölzern wirkt die Darbietung, ich wünschte mir den einen oder anderen Ausbruch aus der kühlen Fassade. Oder dann aber eine noch konsequentere Abgeklärtheit, wie sie etwa Interpol an den Tag legen. Fazit: zuerst die Originale besorgen (sowohl die neuen wie die alten), wer danach noch nicht genug hat, wird mit The Departure sicher passenden Nachschub finden.
6/10
Ähnliche Interpreten:
Interpol
The Killers
Echo & The Bunnymen
www.thedeparture.com



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