29. Mai 2005
SYSTEM OF A DOWN – Mesmerize (Columbia/Sony BMG)
Die am meisten gestellte Frage bertreffend dem neuen SOAD Album war vermutlich: Können sie ihr 2001-Werk „Toxicity“ überhaupt noch toppen? Sie können. Und wie! Wir haben es hier mit dem wohl abwechslungsreichsten, hartesten, gleichzeitig aber auch tanzbarsten und amüsantesten Album des Jahres zu tun.
Niemand beherrscht den Wechsel zwischen brachial und poppig so perfekt wie System Of A Down. Das sich daran nichts geändert hat, beweist schon die erste Single „B.Y.O.B“ (Bring Your Own Bombs). Auf den Trash Metal Einstieg folgt ein extrem eingängiger Refrain, mit bekloppten, aber ironischen Lyrics (everybody’s going to the party, have a real good time). Wie dieses Beispiel zeigt, ist auf jedem der elf Songs die volle Aufmerksamkeit des Zuhörers gefordert, um die Texte überhaupt zu begreifen. Beim singletauglichen „Radio/Video“ freuen sie sich öffentlich über ihre Medienpräsenz. Metal und Polka. Und das innerhalb weniger Sekunden. Bei SOAD kommt das nicht peinlich rüber. Genauso wenig wie die in den Songs versteckten politischen Äusserungen, die all die Fuck-Bush-Punks die Schamesröte ins Gesicht treiben lässt.
Die extremen Wechsel innerhalb der Songs sind das eine, was System Of A Down zu einer derartigen Ausnahmeband macht. Oft übersehen wird aber der völlig durchgeknallte Humor der Band, besonders schön zu hören bei „This cocaine makes me feel like I’m on this song“ (der Titel sagt schon mehr als tausend Worte) oder der dadaistisch angehauchten Strophe von „Violent pornography“. Zum Schluss hauen uns die vier armenischen Einwanderer dann nochmals eine Ballade um die Ohren, die „Aerials“ mühelos das Wasser reichen kann. Was will das Rockerherz mehr? Metal, Melodien, Wahnsinn und Humor. Und das alles verpackt in 37 Minuten. Dieses Werk wird die alternativen Jahreshitparaden 2005 mit Bestimmtheit vom Thron herab betrachten.
9/10
Ähnliche Interpreten:
The Apex Theory
Boy Hits Car
Pantera
www.systemofadown.com
Niemand beherrscht den Wechsel zwischen brachial und poppig so perfekt wie System Of A Down. Das sich daran nichts geändert hat, beweist schon die erste Single „B.Y.O.B“ (Bring Your Own Bombs). Auf den Trash Metal Einstieg folgt ein extrem eingängiger Refrain, mit bekloppten, aber ironischen Lyrics (everybody’s going to the party, have a real good time). Wie dieses Beispiel zeigt, ist auf jedem der elf Songs die volle Aufmerksamkeit des Zuhörers gefordert, um die Texte überhaupt zu begreifen. Beim singletauglichen „Radio/Video“ freuen sie sich öffentlich über ihre Medienpräsenz. Metal und Polka. Und das innerhalb weniger Sekunden. Bei SOAD kommt das nicht peinlich rüber. Genauso wenig wie die in den Songs versteckten politischen Äusserungen, die all die Fuck-Bush-Punks die Schamesröte ins Gesicht treiben lässt.
Die extremen Wechsel innerhalb der Songs sind das eine, was System Of A Down zu einer derartigen Ausnahmeband macht. Oft übersehen wird aber der völlig durchgeknallte Humor der Band, besonders schön zu hören bei „This cocaine makes me feel like I’m on this song“ (der Titel sagt schon mehr als tausend Worte) oder der dadaistisch angehauchten Strophe von „Violent pornography“. Zum Schluss hauen uns die vier armenischen Einwanderer dann nochmals eine Ballade um die Ohren, die „Aerials“ mühelos das Wasser reichen kann. Was will das Rockerherz mehr? Metal, Melodien, Wahnsinn und Humor. Und das alles verpackt in 37 Minuten. Dieses Werk wird die alternativen Jahreshitparaden 2005 mit Bestimmtheit vom Thron herab betrachten.
9/10
Ähnliche Interpreten:
The Apex Theory
Boy Hits Car
Pantera
www.systemofadown.com




Kommentare
2005-05-31 18:36:06
Also wenn SOAD 9/10 kriegen, dann hätten viele andere Alben weitaus bessere Bewertungen verdient!
aH jah..? weLche banDs zum beisPieL..?
eS gibT kaUm ne banD sie sOaD daS waSser
reiCheN könnTe..!!!
9/10 isT super.. xD
sOaD foor LiVe...x3