22. November 2005
SYSTEM OF A DOWN – Hypnotize (Columbia/Sony BMG)
Dass eine Band wie System Of Down derart erfolgreich sind und auch beim Mainstream-Publikum gut ankommt, ist mehr als erstaunlich. Denn radiotauglich werden diese Songs wohl nie sein. Mit „Mesmerize“ haben die vier Exil-Armenier vor ein paar Monaten schon einmal zugeschlagen. Dieser wahnwitzige Mix aus Metal, Pop und armenischem Folk macht heute kein bisschen weniger Spass als zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. „Hypnotize“ geht diesen äusserst eigenwilligen Weg konstant weiter. Was hierbei natürlich etwas auf der Strecke bleibt, sind die Überraschungsmomente. Man wartet in jedem Song geradezu auf den unerwarteten Tempowechsel, die Death Metal Einlage oder irgendeine kranke Idee.
Eröffnet wird mit dem Trash-Metal Stück „Attack“. Mit politischer Message, selbstverständlich. SOAD können selbst in allerderbste Songs noch irgendwie einen melodischen Mitsingpart einbauen. So auch bei „Attack“. „Dreaming“ und „Kill Rock `n Roll” knüppeln unbarmherzig in gewohnter Manier weiter. Kurze Zeit zum Verschnaufen bietet die erste Single, der Titeltrack „Hypnotize“. Könnte spannender sein. Lange dauert es aber nicht, bis wir wieder Luft holen müssen. Die darauf folgenden „Stealing Society“ und „Tentative“ preschen wieder gnadenlos nach vorne. In „U-Fig“ dringt dann wieder der kranke Humor der Band durch, bevor „Holy Mountains“ die Rockballaden-Tradition von „Aerials“ und „Lost In Hollywood“ weiterführt. Das darauffolgende „Vicinity Of Obscenety“ ist für mich der absolute Höhepunkt. Da werden wirklich alle Register gezogen. Vom vollkommen durchgeknallten Anfang bis zum eingängigen, fast schon funkigen Zwischenpart. „Lonely Days“ und “Soldier Side” wären dann nicht mehr unbedingt nötig gewesen, denn diese bieten dann nicht mehr viel Interessantes. Übrigens: Der Anfang von „Soldier Side“ ist die Verbindung zum Eröffnungstrack von „Mesmerize“.
Die so oft erwähnte Stagnation auf höchstem Niveau trifft tatsächlich auf „Hyptnotize“ zu. Allerdings sei die Frage erlaubt, wieso SOAD in diesem Jahr kein Doppelalbum veröffentlicht haben, sondern zwei einzelne. Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, ist 2005 das grosse Jahr für System Of A Down. Es sei ihnen gegönnt.
8/10
Ähnliche Interpreten:
The Apex Theory
Boy Hits Car
Slayer
Pantera
www.systemofadown.com
Eröffnet wird mit dem Trash-Metal Stück „Attack“. Mit politischer Message, selbstverständlich. SOAD können selbst in allerderbste Songs noch irgendwie einen melodischen Mitsingpart einbauen. So auch bei „Attack“. „Dreaming“ und „Kill Rock `n Roll” knüppeln unbarmherzig in gewohnter Manier weiter. Kurze Zeit zum Verschnaufen bietet die erste Single, der Titeltrack „Hypnotize“. Könnte spannender sein. Lange dauert es aber nicht, bis wir wieder Luft holen müssen. Die darauf folgenden „Stealing Society“ und „Tentative“ preschen wieder gnadenlos nach vorne. In „U-Fig“ dringt dann wieder der kranke Humor der Band durch, bevor „Holy Mountains“ die Rockballaden-Tradition von „Aerials“ und „Lost In Hollywood“ weiterführt. Das darauffolgende „Vicinity Of Obscenety“ ist für mich der absolute Höhepunkt. Da werden wirklich alle Register gezogen. Vom vollkommen durchgeknallten Anfang bis zum eingängigen, fast schon funkigen Zwischenpart. „Lonely Days“ und “Soldier Side” wären dann nicht mehr unbedingt nötig gewesen, denn diese bieten dann nicht mehr viel Interessantes. Übrigens: Der Anfang von „Soldier Side“ ist die Verbindung zum Eröffnungstrack von „Mesmerize“.
Die so oft erwähnte Stagnation auf höchstem Niveau trifft tatsächlich auf „Hyptnotize“ zu. Allerdings sei die Frage erlaubt, wieso SOAD in diesem Jahr kein Doppelalbum veröffentlicht haben, sondern zwei einzelne. Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, ist 2005 das grosse Jahr für System Of A Down. Es sei ihnen gegönnt.
8/10
Ähnliche Interpreten:
The Apex Theory
Boy Hits Car
Slayer
Pantera
www.systemofadown.com




Kommentare