Pop-Duos machen meist eher ungewöhnliche Musik, Brezel Göring und Françoise Cactus sind da keine Ausnahme. Wild mischen sie rudimentären Rock mit billigen Elektro-Sounds (oder in ihrer eigenen Verortung: Kitsch mit Kaputtsein), singen dazu alberne Texte („Ich bin nackt, ich bin nackig“), die manchmal aber einfach köstlich sind („Wenn ich ein Känguruh bin, was bist du dann? Eine Kängurette!“).
Gut denkbar, dass manchen soviel offen zur Schau gestellter Dilletantismus bald mal auf die Nerven geht. Denkbar aber auch, dass anderen dieses anarchistische Austoben am Synthie, an den Gitarren und am Mikrofon ziemlich viel Spass bereitet.

Ich zähl mich eher zur letzteren Kategorie, muss aber anfügen, dass die Platte auf die Dauer von 19 Stücken dann doch etwas an Durchschlagkraft einbüsst.

6/10

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