Ein etwas zwiespältiges Album, das leider vergeblich versucht, Folk und Latino Elemente unter einen Hut zu bringen.
Es fängt ja schön an. Wirklich. „Better Love“ ist ohne Frage ein Klasse-Einstieg für ein Akustik Album. Mit dem zweiten Track wird uns dann lupenreiner Country geboten. Interessant soweit. Würde es in diesem Stil weitergehen, hätten wir es hier mit einem wunderbaren Alternative Country Pop Album zu tun...

Leider geht es aber nicht so weiter. Denn nach ungefähr 15 Minuten folgt „The Lee Baby Simms Show: Episode 1“. Übelstes Salsa-Santana-Fasnachts-Gedudel. Das musste nun wirklich nicht sein. Schön und gut, dass der Gitarrist offensichtlich ein Santana Verehrer ist. Aber was zum Geier sucht so etwas zwischen Folk-Balladen? Und damit nicht genug. Wer denkt, dies sei ein einmaliger Ausrutscher, der irrt! Ganze drei weitere Latinosongs haben es auf diese Scheibe geschafft. Wirklich schade. Denn mit „Catch you on the other side“ oder auch dem gelungenen Abschluss „I will stay home“ hätten Steel Train doch noch ein paar hübsche Songs auf Lager.

Wieso sich dann zwischendurch wieder ein unsägliches Funk-Liedlein schleichen muss, bleibt wohl für immer ein Rätsel. Das potthässliche und unglaublich kitschige Cover kann da leider auch keine Pluspunkte mehr sammeln. Meine liebe Herren. Ein paar schöne Momente auf 15 Tracks verteilt reicht leider nicht. Das nächste Mal bitte ein bisschen einheitlicher!

5/10

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