Sieg nach Punkten.
At The Drive-In are fucking dead. Das ist hinlänglich bekannt, das macht den Umstand aber nicht minder traurig. Seither prügeln sich die daraus hervorgegangenen The Mars Volta durch den musikalischen Wahnsinn, während sich Sparta um Gitarrist Jim Ward dem Song widmen. Im direkten Vergleich war das zwei Alben lang unspektakulär, mit der Tendenz, in die Belanglosigkeit abzudriften. Das dritte Werk wurde 2006 dann auch nur in den Staaten veröffentlicht, ist nun aber auch hier angekommen. Und das ist verdammt gut so. Sparta schicken damit nämlich ein Schwergewicht in den Ring, dem man das Konditionstraining der letzen beiden Alben deutlich anmerkt. Es klettert mit „Untreatable Disease“ in die Arena, wärmt sich mit „Crawl“ auf, um dich mit „Unstitch Your Mouth“ in Sicherheit zu wiegen, bevor es mit „Taking Back Control“ zum ersten Mal ausholt. Du gehst zu Boden. Du siehst zur Decke und du kannst dich nicht mehr rühren. Du wirst von „Erase It Again“ angezählt, dem besten U2-Song, den Sparta jemals geschrieben haben. Hoch mit dir! Du taumelst. Das kann doch nicht sein. Wer ist das? „Alias“ lächelt dir zu, lässt dich verschnaufen … nur damit dir „The Most Vicious Crime“ definitiv beweist, wer der Herr im Hause Songwriting ist. Dass „False Start“ die Möglichkeit Pop zu flüchten wäre, kriegst du gar nicht mehr mit, denn mit dem elften Titel „Without A Sound“ bist du am Ende. Windelweich geprügelt von den Emotionen, die dir Sparta mit „Threes“ um die Ohren und aufs Maul hauen. Denselben kriegst du erst wieder zu, wenn du zur Anlage wankst und panisch den Stecker ziehst. Hole Luft, du wirst den Atem brauchen, wenn du Repeat drückst. Und das wirst du!

www.spartamusic.com
www.myspace.com/sparta