sparklehorse

Entspannte Vielseitigkeit.
Mark Linkous ist zurück! Eigentlich ja schon seit bald zwei Monaten, so lang gibt's "Dreamt For..." nämlich schon käuflich zu erwerben und so lang liegt die CD bei mir rum und wartet darauf, rezensiert zu werden. Warum ich's nicht früher gemacht habe? Weil das neue Sparklehorse-Werk derart unaufdringlich ausgefallen ist, dass es immer wieder zuunterst im Stapel landete. Aber nun hab ich meine Ärmel zurückgekrempelt, den Stapel durchwühlt und werd dieser feinen Sammlung von Lo-Fi-Pop bzw. Minimal-Folk-Songs doch noch zu seiner wohlverdienten Rezension verhelfen.

Der Einstieg fällt mit "Don't Take My Sunshine Away" geradezu beschwingt aus, der Beat dazu wird von Dangermouse (Gnarls Barkley) geliefert. Nach zwei Minuten werden in einer blitzartigen Überraschungsaktion verzerrte Gitarren ausgepackt, feuern rasch ein paar Salven ab und verziehen sich sogleich wieder. Das sitzt, das macht Lust auf mehr und das macht auch deutlich, dass Sparklehorse gerne vielseitig ans Werk gehen, ohne aber je konstruiert zu wirken oder überfordernd zu werden. Der zweite Song "Getting It Wrong" ist sowas wie Indie-Trip-Hop, "Shade And Honey" bietet dann niedlichen Indie-Pop, "Return To Me" besonnene Folkklänge auf der Akustischen. "Ghost In The Sky" rockt ordentlich nach vorne, "Morning Hollow" bettet uns wieder auf Wolken ehe bei "It's Not So Hard" nochmals der Verzerrer angeschmissen wird. Ein Mixtape also, das vielleicht nicht aussschliesslich Hits versammelt, aber sich dennoch zu einem liebenswerten Begleiter in den unterschiedlichsten Lebenssituationen entwickeln könnte. Vor allem in den Situationen, in denen Hektik aussen vor bleiben soll.

7/10

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